22.11.2019 06:00 |

Falschen Zug genommen

Duo will illegal nach Wien, landet in der Slowakei

Ein Irrweg zerstörte die Träume vom „Goldenen Westen“: Vor sechs Monaten machten sich zwei Marokkaner auf den illegalen Weg nach Wien. Doch in Ungarn stiegen die beiden in den falschen Zug. Und so strandeten die Flüchtlinge rund 300 Kilometer von ihrem eigentlichen Reiseziel entfernt - auf einem kleinen Bahnhof in der Slowakei.

„Kollegen wurden im Zuge ihrer Patrouille auf die Männer aufmerksam. Sie saßen in einem Wartehäuschen hinter dem Bahnhof und wirkten völlig orientierungslos“, so Polizeisprecher Michal Slivka. Die Marokkaner (23 und 26 Jahre alt) machten auch keinen Hehl daraus, dass sie illegal im Land sind und keine Dokumente besitzen. „Sie erzählten den Beamten auch, dass sie eigentlich nach Wien und hier um Asyl ansuchen wollten.“

Doch nach ihrer sechsmonatigen Reise über die Türkei, Griechenland, den Kosovo und Serbien stiegen sie schlussendlich in Ungarn in den falschen Zug. Und so strandeten sie in der kleinen slowakischen Stadt Prievidza. Wo sie schließlich mit ihrem „Reiselatein“ am Ende waren. Nun muss das Duo auf seine Abschiebung warten.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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