Abstiegskampf statt EL

Vertrag bis 2022! Barnsley präsentiert Struber

Gerhard Struber hat seinen Wechsel in die League Championship zum Barnsley FC finalisiert! Wie der abstiegsbedrohte englische Fußball-Zweitligist am Mittwoch vermeldete, unterschrieb der Salzburger einen Vertrag bis Sommer 2022 samt Option auf eine weitere Saison. Struber trainierte seit Juni den Wolfsberger AC, mit dem er in der Europa League für Aufsehen sorgte. Der Abgang des 42-Jährigen aus dem Lavanttal stand seit Montag praktisch fest. Als WAC-Interimstrainer wird Mohamed Sahli die Kärntner im Liga-Spiel beim SV Mattersburg am Samstag betreuen.

„Ich bin extrem glücklich und stolz, dass alles so gut gelaufen ist. Ich danke dem Vorstand, mir diese Möglichkeit zu geben. Ich bin bereit für die Herausforderung, alles zu tun, damit der Klub in der Championship bleibt“, so Struber. „Nun ist die Zeit, dass alle an einem Strang ziehen. Wenn wir das tun, können wir den Klub in der Liga halten“, betonte der Ex-WAC-Coach. Sein erstes Spiel als Barnsley-Coach wird am Samstag das Auswärtsspiel bei den Blackburn Rovers sein. Der Barnsley FC, bei dem mit Tormann Samuel Sahin-Radlinger und Stürmer Patrick Schmidt zwei Österreicher unter Vertrag stehen, soll laut Medienberichten eine Million Euro Ablöse für Struber bezahlen. Der Verein aus South Yorkshire - Barnsley liegt zwischen Leeds und Sheffield - liegt in der Meisterschaft derzeit mit neun Punkten aus 16 Spielen auf dem 24. und letzten Platz. In den vergangenen Wochen wurde das Team von Interims-Coach Adam Murray betreut, nachdem der Deutsche Daniel Stendel Anfang Oktober hatte gehen müssen.

Wie Geschäftsführer Dane Murphy erklärte, wurde das „Trainertalent“ Struber schon seit Längerem beobachtet. „Der Klub hat ihn in der Vergangenheit aufgrund seines taktischen Ansatzes und seiner Erfolge bei der Entwicklung aufstrebender Talente verfolgt, was einer Kernphilosophie des Barnsley FC entspricht“, sagte Murphy. Struber habe deutlich gemacht, dass er an das Projekt glaubt und den Club in der Liga halten kann - das sei Saisonziel Nummer eins. Struber, dessen Vertrag beim WAC noch mindestens bis Saisonende gelaufen wäre, hatte erst im Sommer die Nachfolge von Christian Ilzer angetreten. Auch Ilzer verließ den WAC aus eigenen Stücken Richtung Wiener Austria. Unter Struber, der einige Jahre im Nachwuchs von Red Bull Salzburg gearbeitet hatte, legten die „Wölfe“ in der Europa League mit einem 4:0 gegen Mönchengladbach einen Start nach Maß hin. In der heimischen Meisterschaft sind die Kärntner auf dem dritten Tabellenplatz zu finden.

Im WAC-Lager reagierte man gelassen auf den Abgang des Coaches. „Es ist so, dass wir alle zusammen etwas Schönes erreicht haben. Der Trainer hat davon profitiert“, meinte Michael Liendl im ORF. Sahli war es „egal“, wie lange er nun Trainer bleibe: „Es ist wichtig, dass die Mannschaft in der Erfolgsspur bleibt.“ Das Ihre dazu beitragen sollen neben Sahli auch Co-Trainer Hannes Jochum und Tormanntrainer Christian Gratzei - Co-Trainer und Videoanalyst Maximilian Senft wird Struber hingegen nach Barnsley folgen. „Wir haben ein funktionierendes Team und starke Charaktere in der Mannschaft, die mit dieser Situation professionell umgehen werden. Ich bin überzeugt, dass der eingeschlagene Weg fortgesetzt wird und wir weiterhin erfolgreichen Fußball bieten werden“, sagte WAC-Präsident Dietmar Riegler in einem Statement. Er bekräftigte erneut, dass es „keinen Schnellschuss“ bei der Suche nach einem neuen Chefcoach geben werde.

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Samstag, 30. Mai 2020
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