30.10.2019 16:54 |

Assad half Kurden

Gefechte zwischen türkischem und syrischem Militär

In Nordsyrien ist es zu schweren Kämpfen zwischen türkischer und syrischer Armee gekommen. Wie staatliche syrische Medien berichten, konzentrierten sich die Gefechte auf die Umgebung der Grenzstadt Ras al-Ayn, hieß es am Mittwoch.

Die Türkei will in Nordsyrien eine 30 Kilometer breite und mehr als 400 Kilometer lange Sicherheitszone einrichten. Die militärischen Vorbereitungen zur Einrichtung dieser Zone laufen seit Tagen. Das Gebiet stand bisher unter Kontrolle der kurdischen YPG-Miliz. Angesichts der militärischen Übermacht der Türkei haben die Kurden den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad um Hilfe gebeten. Daraufhin sind syrische Truppen in Teile der von der Türkei für die Sicherheitszone beanspruchten Gebiete eingerückt.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte am Mittwoch, dass ab Freitag gemeinsame türkisch-russische Patrouillen in dem Gebiet starten sollen. Mit den Patrouillen will die Türkei unter anderem feststellen, ob sich die Kurdenmiliz YPG, wie von Russland versichert, aus der Grenzregion zurückgezogen hat.

Türkei will überprüfen, ob sich YPG aus Gebiet zurückgezogen hat
Erdogan deutete an, dass er daran zweifle: Türkische Informationen wiesen darauf hin, „dass man in dieser Sache nicht vollkommen erfolgreich war“, sagte er. Erdogan drohte erneut, er werde die Militäroffensive in Nordsyrien fortsetzen, sollte sich die YPG nicht aus einem Gebiet von 30 Kilometern Breite zurückgezogen haben. Am Dienstag hatte Russland erklärt, dass sich die Miliz schon vor Ende einer Waffenruheaus Nordsyrien zurückgezogen habe.

Das türkische Militär war mit verbündeten Rebellen am 9. Oktober in Nordsyrien einmarschiert und hatte eine Offensive gegen die YPG begonnen. Die Türkei betrachtet sie als Terrororganisation.

Russland als Schutzmacht des syrischen Präsidenten Assad und die Türkei hatten sich dann vergangene Woche darauf verständigt, nordsyrische Grenzgebiete zur Türkei gemeinsam zu kontrollieren. Sie gaben der YPG zudem eine Frist von 150 Stunden, um sich zurückzuziehen. In dieser Zeit galt eine Feuerpause.

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