24.10.2019 21:44 |

Jubel in Stadthalle

Thiem nach Sieg: „Ich wäre richtig dumm, wenn ...“

Die Erleichterung war riesengroß! Dominic Thiem hat am Donnerstag im Achtelfinale der Erste Bank Open zum ersten Mal gegen den Spanier Fernando Verdasco gewonnen. Der Niederösterreicher zeigte auch besonders viele Emotionen auf dem Platz, riss das Publikum mit. „Ich wäre richtig dumm, wenn ich den Heimvorteil nicht nutzen würde. Es war eine geile Stimmung und richtig laut, das muss ich ausnutzen“, so Thiem nach dem Sieg.

Thiem hatte nach einem „super Match“ kaum etwas an sich zu bemängeln. „Ich habe das Match mit zwei Doppelfehlern zum 0:2 begonnen, aber das war auch das einzig Schlechte heute in der Partie“, analysierte der Weltranglisten-Fünfte. Ab dann habe er sehr gut serviert und sei auch beim Return immer besser ins Spiel gekommen.

„Dann habe ich meine Vorhand immer besser eingesetzt, das war dann wahrscheinlich der größte Schlüssel“, erklärte Thiem. Auch wenn er nun gegen Carreno Busta die gute Bilanz habe, will Thiem nicht zu optimistisch ins Match gehen. „Es wird in keiner Hinsicht leichter. Jedes Match gegen ihn war auf Messers Schneide, auch das letzte in Shanghai.“ Doch mit seinen bisherigen Performances dieses Jahr in der Stadthalle ist Thiem sehr happy. „Die ersten zwei Partien waren wirklich sehr stark und sicher das Beste, was ich da in der Stadthalle jemals gespielt habe.“

Nun nimmt er sich vor, genau das Level zu halten und so weiterzuspielen. An ein historisches Österreich-Double will Kitzbühel-Sieger Thiem übrigens noch nicht denken. „Das ist gar nicht in meinem Kopf. Das Turnier ist viel zu stark besetzt, dass ich vom Turniersieg reden kann.“

„Deshalb bin ich jetzt so gut beieinander“
Seine starke Form beim drittletzten Turnier des Jahres für ihn, begründet er auch mit der langen Erkrankung vor und auch während der US Open. „So ehrlich muss man sein. Ich habe dann ganz wenig gemacht, habe den Körper voll runter gefahren, dass er sich voll erholt. Deshalb bin ich jetzt so gut beieinander.“ Thiem spielt nach Wien ja noch in Paris-Bercy (Masters-1000) und die ATP Finals in London.

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Ich habe dann ganz wenig gemacht, habe den Körper voll runter gefahren, dass er sich voll erholt. Deshalb bin ich jetzt so gut beieinander.

Dominic Thiem

2020 soll es dann mit guter Planung diese Durchhänger wegen einer Erkrankung nicht mehr geben. „Das ist unser großes Ziel für das nächste Jahr. Es genau so zu planen, dass ich bei fast jedem Turnier so gut beieinander bin, ohne dass ich wegen einer Erkrankung drei, vier Wochen pausieren muss.“

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