10.10.2019 14:00 |

Flachgau

Den Wirtschaftsstandort attraktiv halten

Wie den Wirtschaftsstandort Flachgau stärken, um Absiedelungen ins Innviertel zu verhindern? Diese Frage wurde durch einen Neos-Antrag im Landtag diskutiert. Die allgemeine Meinung: Wir müssen attraktiv bleiben und noch besser werden. Das Problem: Zu wenig Flächen. Die Lösung: Nur schwer ermittelbar.

Die Parteien im Salzburger Landtag sind sich prinzipiell einig, dass der Flachgau und der Zentralraum Salzburg wirtschaftlich attraktiv bleiben und sich auch noch verbessern muss, wenn man die Unternehmen im Land halten will. Viele Firmen wandern bereits ins benachbarte Innviertel aus, weil dort die Grundstückspreise deutlich billiger sind und auch die Verfahren schneller laufen.

Genau da setzt der Neos-Antrag von Sepp Egger an. Was für Möglichkeiten gibt es, diese Abwanderung zu verhindern? „Man muss festhalten, dass der Flachgau sehr attraktiv ist“, sagt Hans Scharfetter (ÖVP): „Immerhin ist der Flachgau die drittstärkste Wirtschaftsregion in Österreich.“ So sieht es auch Josef Scheinast (Grüne), der darin die hohen Grundstückspreise begründet sieht.

Vier Kriterien sind laut Christoph Fuchs (ÖVP), der als Experte der Wirtschaftskammer zu Wort kam, für den Wirtschaftsstandort entscheidend: Widmung, Erschließung, Leistbarkeit und Verfügbarkeit. Gerade die beiden letzten Punkte können nicht mehr erfüllt werden – dem Zentralraum geht im Gegensatz zum Innviertel schlichtweg der Platz aus. „Mischobjekte und interkommunale Gewerbegebiete wären ein Ansatz“, so Fuchs. Ein Beispiel dafür ist die Fläche im Innviertler Lengau, an dem mehrere Gemeinden, auch Straßwalchen, beteiligt sind.

Kaum Einfluss auf die Grundstückspreise
Gerade bei den Grundstückspreisen sind die Einflussmöglichkeiten begrenzt, ist Andreas Schöppl (FPÖ) überzeugt. Aber bei der Bürokratie könne man noch ansetzen und etwa „die Genehmigungsverfahren beschleunigen.“ Laut Schöppl eine der Stärken der Oberösterreicher.

Durch die Abwanderungen haben die Salzburger Arbeiter weitere Wege und besonders der Flachgau zusätzlichen Verkehr. Für Roland Meisl (SPÖ) ein logischer Faktor: „Mobilität spielt für die Firmen keine Rolle, Lkw-Fahrten sind sehr billig.“ Er sieht die Probleme in der Raumordnung und nimmt die Gemeinden in die Pflicht.

Felix Roittner
Felix Roittner
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