06.10.2019 12:20 |

Italien unter Schock

Tausende bei Fackelzug für erschossene Polizisten

Italien im Schockzustand: Tausende Menschen haben am Samstagabend in Triest an einem Fackelzug im Gedenken an die beiden Polizisten teilgenommen, die am Freitag im Polizeipräsidium der Hafenstadt erschossen worden waren. Die Teilnehmer versammelten sich vor dem Polizeipräsidium und legten Blumen zu Ehren der beiden Beamten nieder.

Nach einem Gebet ertönten die Glocken zu Ehren der Polizisten. Danach kam es zu einem langen Applaus. Seit Freitag legten unzählige Bewohner Triests Blumen vor dem Eingang des Polizeipräsidiums nieder.

Bestürzung in ganz Italien
Auch in Velletri bei Rom, Heimatort eines der beiden erschossenen Polizisten, und in anderen Orten des Landes fand ein Fackelzug zu Ehren der getöteten Beamten im Alter von 31 und 34 Jahren statt. Der Tod der beiden Polizisten löste Bestürzung in ganz Italien aus.

Täter feuerte mit Pistolen der Polizisten 17 Schüssen ab
Unterdessen laufen die Ermittlungen zur Schießerei weiter. 17 Schüsse feuerte der Täter, ein 29-Jähriger aus der Dominikanischen Republik, auf die Polizisten, denen er zwei Pistolen entrissen hatte. „Er hätte zehn Polizisten erschießen können“, berichtete ein Ermittler.

Der Täter, der an psychischen Problemen leidet, weigerte sich, Fragen der Ermittler zu beantworten. Er lebte seit einigen Monaten mit einem älteren Bruder und der Mutter in Triest, wo er in einem Lagerhaus arbeitete. Zuvor hatte die Familie in Deutschland gelebt, berichteten italienische Medien.

Schütze soll Frau überfallen und Scooter gestohlen haben
Der Mann soll eine Frau in Triest überfallen und ihr einen Scooter gestohlen haben. Sein Bruder habe ihn überzeugt, sich beim Polizeipräsidium zu stellen. Als er in Begleitung des Bruders dort ankam, bat der 29-Jährige, auf die Toilette gehen zu dürfen. Daraufhin entriss er einem Polizisten die Pistolen und schoss um sich. Dabei tötete er die beiden Polizisten. Er versuchte zu flüchten, konnte jedoch festgenommen werden.

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