Puerta, der als einer der talentiertesten spanischen Kicker galt, hatte mit Sevilla 2006 und 2007 den UEFA Cup und 2007 den spanischen Pokal gewonnen. Einige Monate nach seinem Tod hatte seine Lebensgefährtin Sohn Aitor zur Welt gebracht. "Wir wollten einen Titel für Puerta holen", meinte Klub-Präsident Jose Maria del Nido nach dem Schlusspfiff in Barcelona.
Erstes "Hut-Finale" der Geschichte
Del Nido hatte seinen Glücksbringer, einen schwarzen Hut, die gesamte Spielzeit aufgesetzt, auch an die Sevilla-Fans hatte er 32.000 Kopfbedeckungen verteilen lassen. "Dieses Endspiel geht als das Hut-Finale in die Geschichte ein", berichtete am Donnerstag das Sportblatt "As".
Sevilla holte den fünften nationalen Cuptitel der Geschichte aber auch für Sergio Sanchez, der seine Karriere im Jänner auf ärztlichen Rat wegen Herzproblemen stoppen musste. Sanchez unterzieht sich demnächst einer Operation und will in den Profisport zurückkehren. Unterdessen hat sich Sevilla weiter als einer der absoluten Topklubs im Land des Europameisters etabliert, in der abgelaufenen Liga-Saison hatte man Rang vier und somit einen Platz in der Champions-League-Qualifikation erreicht.
König Juan Carlos erstmals nicht live dabei
Die Pokalübergabe nahm diesmal ausnahmsweise Kronprinz Felipe, ein Fan von Europa-League-Sieger Atletico Madrid, vor. Denn das Finale um den sogenannten "Königspokal" musste ohne König stattfinden. Juan Carlos konnte zum ersten Mal seit seiner Krönung im November 1975 das Finale nicht live vor Ort miterleben. Der Monarch erholt sich derzeit von einer Lungen-Operation.
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