"Es war ein schwieriger Job, aber eine perfekte Saison", sagte der frühere ÖFB-Teamchef am Montag und verriet gleichzeitig, dass er nach eineinhalb Jahren in Abu Dhabi Al Wahda verlassen wird. "Wir haben uns über eine weitere Zusammenarbeit nicht einigen können", erklärte der Niederösterreicher, der nach der EM in Österreich sein ÖFB-Amt zurückgelegt hatte und im Dezember 2008 in die Emirate übersiedelt war.
Der 62-Jährige hat Al Wahda nicht nur zum vierten Titel, den ersten nach 1999, 2001 und 2005, geführt, sondern er hat mit seiner Truppe auch einige Rekorde aufgestellt. "Noch kein Verein seit Einführung der Zwölferliga ist mit 58 Punkten Meister geworden. Dazu haben wir mit 15 Treffern die wenigsten Tore in der Liga-Geschichte erhalten und keines der elf Heimspiele verloren", merkte "Scheich Hicke" zurecht mit Stolz an.
Tolle Bilanz
22 Spiele, 19 Siege, ein Remis, zwei Niederlagen 45:15 Tore (plus 30) und 58 Punkte lautete die Liga-Bilanz des SSC Al Wahda, der seit 8. November in der Meisterschaft in 16 Partien ungeschlagen blieb. Der Klub hat sich als Meister für die Vereins-WM vom 8. bis 18. Dezember in Abu Dhabi als Gastgeber qualifiziert. "Mehr ist nicht zu erreichen. Daher ist es auch besser, jetzt zu gehen, wenn es am schönsten ist", meinte Hickersberger ohne Wehmut.
Urlaub in Österreich
Er löst derzeit schon seinen Haushalt auf, ist dabei, die bürokratischen Hürden der Ausreise zu nehmen und möchte so früh wie möglich nach Österreich fliegen und da Urlaub machen. Gedanken über seinen nächsten Job macht er sich nicht. "Ich lasse alles auf mich zukommen. Es gibt hie und da Anfragen, aber nichts Konkretes", sagte der Trainer.
Er würde gerne in irgendein Land gehen, in dem er noch nicht Meister war, die Lebensqualität und das Finanzielle stimme. "Ägypten wäre vielleicht interessant, aber auch nur Al Ahli Kairo und Zmalek Kairo." Wenn man in diesem Jahrtausend drei Meistertitel in drei Ländern im Lebenslauf stehen habe, sei es nicht so schwer, zu Arbeit zu kommen. Hickersberger ist das mit Al Etehad SC in Katar (2002), mit Rapid in Österreich (2005) und jetzt mit Al Wahda gelungen.
Auf die Frage, ob er sich auch ein Engagement in seiner Heimat vorstellen könne, gab der Coach die geheimnisvolle Antwort: "Vielleicht nur bei zwei Vereinen, aber dafür bin ich wahrscheinlich noch zu jung."
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