19.09.2019 07:55 |

Salzburg als Vorbild?

FPÖ fordert: „Binnen-I beim Land muss fallen!“

Binnen-I, Unterstrich, Sternchen: Während die einen auf Geschlechter-Gerechtigkeit pochen, empfinden die anderen weibliche Wortformen als unleserlich und störend. Weil die Stadt Salzburg nun auf eine geschlechtsneutrale Schreibweise verzichtet, sagt auch die FPÖ Steiermark Wortungetümen den Kampf an: Eine Landtagsinitiative fordert die Rückkehr zur „sprachlichen Normalität“.

Seit Kurzem verzichtet der Magistrat Salzburg auf das „*innen“ in internen Dienstanweisungen, die männliche Form in personenbezogenen Bezeichnungen bezieht sich auf beide Geschlechter in gleicher Weise. Eine freilich nicht unumstrittene Entscheidung, die als Vorbild auch für den steirischen Landesdienst dienen könnte - zumindest, wenn es nach der FPÖ geht.

Vor einem Jahr deponierten die Landesblauen bereits einen entsprechenden Antrag im Landtag unter dem Motto „Streichung von Binnen-I und Konsorten“ - und blitzten bei den damals noch vereinten „Zukunftspartnern“ von ÖVP und SPÖ ab.

Salzburg für FPÖ als Vorbild
Nun startet man aus aktuellem Anlass einen neuen Anlauf, um dem aus Sicht der Freiheitlichen „unsäglichen Binnen-I im behördlichen Sprachgebrauch“ den Garaus zu machen: „Die Vorgehensweise des Magistrats Salzburg sollte auch für die Steiermark vorbildhaft sein. Das unsinnige ,Gendern‘ gehört im Landes-Schriftverkehr unterbunden. Die Verantwortlichen in Salzburg haben recht damit, wenn es ihnen primär um die leichte Lesbarkeit von Dokumenten geht“, bekräftigt der geschäftsführende FP-Klubobmann Stefan Hermann.

Und verweist auf schwer leserliche Stellen in Schriftstücken des Landes: „Eine/Ein vom Dienstgeber entsendete/entsendeter Landesbedienstete/Landesbediensteter“, „Vertreterin/Vertreter des Dienstgebers/der Dienstgeberin“. „Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen“, so Hermann. Noch vor der Landtagswahl im November wird die FPÖ eine Landtagsinitiative starten - und hofft dabei auf neue Mehrheiten.

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