„Lucretia“ in Linz:

Schicksal soll auch Hoffnung geben

„Es gibt wenig heitere Momente“, wird die Oper „Die Schändung der Lucretia“ von Benjamin Britten bei der Pressekonferenz zur Premiere am Samstag aber dennoch als ein Stück beschrieben, das auch Hoffnung geben kann. Die jungen Darsteller des Opernstudios stellen sich dieser großen Herausforderung.

„Britten gelingt es kongenial, eine private Geschichte in einen großen Kontext zu setzen“, beschreibt Regisseur Gregor Horres die Motivation, ausgerechnet dieses selten aufgeführte Stück in der BlackBox des Musiktheaters zu spielen. Denn in der Oper „Die Schändung der Lucretia“, die auf der Tragödie von André Obey basiert, löst das Schicksal der Frau die Gründung der Römischen Republik aus. Die christliche, hoffnungsvolle Lesart, die Britten trotz des Epochenunterschieds einflocht, wurde nach der Uraufführung im Jahr 1946 heftig kritisiert.

Die musikalische Leitung übernimmt Leslie Suganandarajah, der ab sofort auch Musikdirektor am Salzburger Landestheater ist, diese Saison aber gleichzeitig noch in Linz seinen Vertrag erfüllen wird.

Studenten zeigen ihr Können
Die Darsteller sind bis auf wenige Ausnahmen Mitglieder des Opernstudios im zweiten Jahrgang, also Studenten. Philipp Kranjc singt den Ehemann Lucretias, Collatinus: „Das ist eine große Herausforderung, die wir mit Freuden annehmen. Es ist eine Bereicherung, ein solches Stück kennenzulernen, die überwältigend schöne Musik steht im Gegensatz zur bedrückenden Handlung.“ Premiere wird am Samstag gefeiert, Achtung: Es sind nur sechs Vorstellungen geplant.

Jasmin Gaderer/Kronen Zeitung

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