14.09.2019 16:11 |

„Al-Kaida-Führer“

Trump bestätigt Tod von Bin Ladens Sohn Hamza

Was zahlreiche Medien - darunter die „Krone“ - schon Anfang August berichtet haben, wurde nun auch von US-Präsident Donald Trump bestätigt: Osama bin Ladens Sohn Hamza ist tot. Das Weiße Haus teilte am Samstag mit, der Tod des 30-jährigen Bin-Laden-Sohns stelle nicht nur aus symbolischen Gründen einen Rückschlag für die Terrororganisation Al-Kaida dar, sondern „unterminiert auch wichtige Aktivitäten der Gruppe“. 

„Hamza bin Laden, der oberste Al-Kaida-Führer und Sohn von Osama bin Laden, wurde bei einer von den USA geführten Operation zur Terrorismusbekämpfung in der Region Afghanistan/Pakistan getötet“, bestätigte Trump am Samstag in einer Erklärung.

Medien berichteten bereits im August von Hamzas Tod
Die USA hatten im Februar eine Million Dollar Belohnung auf Hinweise zum Aufenthaltsort des Bin-Laden-Sohns ausgesetzt. Dieser habe sich „zu einem der Anführer“ des Terrornetzwerks Al-Kaida entwickelt, erklärte das Außenministerium damals. Berichte von der „New York Times“ und NBC News aus dem Sommer legten nahe, dass Hamza bin Laden zu diesem Zeitpunkt womöglich bereits tot war.

In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Gerüchte gegeben, wonach sich Hamza bin Laden in Pakistan, Afghanistan, Syrien oder dem Iran versteckt halte. Er galt als möglicher Nachfolger von Al-Kaida-Führer Aiman al-Zawahiri.

Al-Kaida-Gründer Osama bin Laden war 2011 von US-Sondereinsatzkräften in seinem Versteck in Pakistan aufgespürt und getötet worden. Hamza bin Laden ist das 15. von etwa 20 Kindern Bin Ladens und Sohn von dessen dritter Frau.

In den vergangenen Jahren tauchte Hamza bin Laden verstärkt in der Al-Kaida-Propaganda auf. So verbreitete das Terrornetzwerk zum 16. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 eine Fotomontage, die die Gesichter von Osama und Hamza bin Laden in den Flammen des New Yorker World Trade Centers zeigt.

Hamza wollte Palästina „befreien“
2015 rief Hamza bin Laden die Dschihadisten in Syrien in einer Audiobotschaft zur Einheit auf, die zur „Befreiung Palästinas“ führen werde. Im gleichen Jahr drohte er mit Anschlägen in den USA, Europa und aller Welt, um die Tötung seines Vaters zu rächen. Auch rief er zum Sturz der Monarchie in Saudi-Arabien auf, dem Heimatland seiner Familie.

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