21.08.2019 06:00 |

Aus für Maklergebühr

Türkis-rotes Zuckerl an Mieter kommt vor der Wahl

Zum Start der heißen Wahlkampfphase forderte nun auch die ÖVP, dass die Maklerprovision nicht mehr auf den Mieter abgewälzt werden soll - die „Krone“ berichtete. Jetzt soll’s schnell gehen: Beschlossen dürfte das Ganze noch vor der Wahl werden, und zwar auf SPÖ-Initiative.

Am Anfang war das Zuckerl: Um mit einer populären Idee in den Intensivwahlkampf zu starten, forderte die Volkspartei das Ende der Abwälzung von Maklergebühren auf Mieter. Sprich: Sofern der Makler nicht vom Mieter beauftragt wurde, ist dessen Provision vom Vermieter zu berappen. Derzeit liefern Mieter meist satte zwei Monatsmieten ab.

Diesen Meinungsschwenk der ÖVP - in den vergangenen Jahren war sie stets gegen eine derartige Reform - wollte die SPÖ sogleich auf die Probe stellen: Wie der stellvertretende Klubchef Jörg Leichtfried zur „Krone“ sagte, wird man bereits in der nächsten Nationalratssitzung einen entsprechenden Antrag einbringen.

SPÖ scheiterte bisher immer an ÖVP-Veto
Die Roten fordern ein Ende der Maklergebühren für Mieter schon lange, scheiterten aber immer am schwarzen Veto. Und siehe da: Die Türkisen kündigten nun gleich an, dem Vorhaben sofort zuzustimmen. „Wir werden entsprechende Vorhaben im Parlament unterstützen“, erklärt die Partei. Eine Zustimmung der FPÖ zeichnet sich eher nicht ab, wäre letzthin aber auch nicht vonnöten.

Kritik am Plan kommt - noch immer - aus der schwarzen Wirtschaftskammer: All das hätte keinen positiven Effekt für Mieter, heißt es dort.

Klaus Knittelfelder, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter