20.08.2019 06:42 |

Maximilian Wöber

Salzburgs Rekordtransfer muss Antworten liefern

Die Trauben könnten höher nicht hängen! Vor einer Woche verpflichtete Salzburg Maximilian Wöber als neuen Defensiv-Stabilisator. Die Dienste des 21-Jährigen sind dem Meister zehn Millionen Euro wert. Das ist sehr mutig, weil der Ex-Rapidler zuletzt 2017/18 durchgespielt hat, seine Vorsaison total durchwachsen war.

Staunen bei den Fans, der Konkurrenz in der Beraterszene, ja selbst bei zukünftigen Mitspielern: Mit dem Rekordeinkauf von Maximilian Wöber für zehn Millionen Euro hat Meister Salzburg Freund wie Feind überrascht!

Mit dem 21-Jährigen, der vom FC Sevilla kommt - dort stand Ex-Bulle Dabbur an Spieltag eins nicht im Kader -, hat Bullen-Trainer Marsch große Pläne: Der 1,88-Meter-Mann soll die bei Kontern und Standards anfällige Defensive stabilisieren. Ob der Linksfuß das neben Ramalho oder Onguéné macht, mit den Rechtsfüßen gar eine Dreierkette bildet, wird sich weisen. Die „Krone“ sieht jedenfalls zwei Gründe, wieso es beim Königstransfer ein Restrisiko gibt.

  • Kontinuität: Nach 16 Liga-Partien bei Rapid wechselte der Wiener im Sommer 2017 für rund acht Millionen Euro zu Ajax, wo der Innenverteidiger durchspielte (22 Liga-Matches). Anders als 2018/19: Da gab’s für Wöber an de Ligt, Blind kein Vorbeikommen. Dafür durfte er im Herbst in der Champions League dreimal von Beginn an ran: Seine Rote nach grobem Foul an Goretzka im zweiten Match (3:3) gegen die Bayern war sein letzter Akkord. Durchwachsen war auch das Frühjahr: Ende nach acht Partien für Sevilla mit einer Knieverletzung im April.
  • Verletzungsanfälligkeit: Seit 2017 ist Wöber schon viermal länger als 30 Tage mit Blessuren ausgefallen. Beim Meniskusriss jüngst gar drei Monate. Fraglich, wie er mit dem intensiven Bullen-Stil zurecht kommt.

Für den Rekordeinkauf, der ab heute im eigens einberufenen Test gegen BW Linz in Taxham Antworten liefern muss, positiv: Salzburgs medizinische Abteilung ist hervorragend. Und Wöber ist Bullen-Wunschspieler. Diesen Rückhalt hat er im vergangenen Jahr weder in Amsterdam noch Sevilla erfahren.

Valentin Snobe, Kronen Zeitung

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