Die Infrastruktur für die letzte Lebensphase wird in Salzburger Gemeinden schnell einmal zum Kraftakt: Wie Bürgermeister Projekte stemmen und um zusätzliches Personal kämpfen.
Neubauten, Renovierungen und die größer werdenden Lücken beim Personal: Die Seniorenbetreuung gehört zu den größten Brocken, die Gemeinden zu stemmen haben.
„Wir suchen derzeit zwei Diplomkräfte“, informiert Katharina Prommegger (ÖVP), Bürgermeisterin in Radstadt. Das frühere Senecura-Haus mit 54 Betten ist wieder in Hand der Gemeinde. „Die bessere Lösung, weil wir wissen, dass keine großen Gewinne abfallen können“, so die Ortschefin. Ein Wunsch bleibt in Radstadt noch offen: Man will wieder ein Tageszentrum.
Neubauten in Schwarzach und St. Johann
In Schwarzach bekamen Senioren Ende 2023 ein Zuhause mit modernen Wohngruppen. Ein finanzieller Kraftakt: „Wir haben 15,5 Millionen Euro gestemmt“, so Bürgermeister Andreas Haitzer (SPÖ). Land und EU förderten den Neubau mit rund vier Millionen Euro. Alle 48 Betten sind belegt. Auch beim Personal gibt es derzeit keine Lücken.
Wir können uns glücklich schätzen, dass wir in Schwarzach beim Personal derzeit keinen Engpass zu beklagen haben.
Andreas Haitzer (SPÖ), Bürgermeister Schwarzach
In St. Johann fahren gerade Bagger auf: Im neuen Zentrum „Mikado“ wird auch Tagesbetreuung einziehen. Neo-Stadtchefin Evi Huber (SPÖ) zur Seniorenbetreuung: „Unser Heim mit 96 Plätzen ist gut in Schuss. 14 Zimmer können derzeit aber nicht belegt werden.“ Grund: Personalsorgen, die alle Bürgermeister teilen. In Oberndorf fand man für leere Betten eine Zwischenlösung: Bewohner mit geringen Pflegebedarf zogen ein.
Und in Saalfelden begleitet ein lang diskutiertes Vorhaben den wieder gewählten Stadtchef in die neue Amtszeit: Beim Seniorenheim Farmach steht ein Neubau an. Erich Rohrmoser (SPÖ): „Wir prüfen gerade eine Zusammenarbeit mit Maria Alm.“N
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