19.08.2019 15:40 |

Unfall in Kaserne

Grenzsoldat schießt jungen Kameraden (20) an

Ein junger Soldat in der Südsteiermark ist Montagmittag durch einen Pistolenschuss schwer verletzt worden. Das Projektil hatte sich aus der Pistole eines anderen Soldaten - einem 26-jähriger Kärntner Milizsoldaten - gelöst und traf den 20-jährigen Oberösterreicher, der danebenstand. Es handelte sich um einen glatten Durchschuss im Bereich des Beckens. Es besteht keine Lebensgefahr.

Der Vorfall passierte kurz vor 11.30 Uhr in der eigentlich aufgelassenen Mickl-Kaserne in Bad Radkersburg (Bezirk Südoststeiermark), die derzeit für den Assistenzeinsatz an der Grenze als Unterkunft genutzt wird. Nach ihrem Dienst an der grünen Grenze gaben die Soldaten ihre Pistolen im Waffenraum ab. Warum sich der Schuss beim 26-jährigen Kärntner gelöst hat, ist unbekannt, ein Vorsatz wird vom Militärkommando Steiermark aber ausgeschlossen. Bei der Waffe handelt es sich um eine Glock mit Kaliber 9 Millimeter (Kurzbezeichnung P80).

Der verletzte Rekrut, der wie seine Kameraden seit Juni im Grenzeinsatz ist, wurde von einem Sanitätsoffizier erstversorgt und dann mit dem Hubschrauber C12 ins LKH Graz geflogen. „Zum Glück war der Notarzt aus Bad Radkersburg in der Nähe“, betont Oberst Gerhard Schweiger, Pressesprecher des Militärkommandos Steiermark.

Operation erfolgreich verlaufen
Der Verletzte wurde am Nachmittag erfolgreich operiert. Er wachte gegen 17 Uhr auf und war laut Militär sofort ansprechbar. Die in der Nähe befindlichen vier Soldaten - unter ihnen auch der Träger der Waffe, aus der der Schuss kam - werden durch Psychologen des Bundesheeres betreut. Die Männer waren ursprünglich in der Julius-Raab-Kaserne in Mautern an der Donau (Niederösterreich) stationiert.

Spurensicherung am Werk
Die Spurensicherung hat am Nachmittag ihre Arbeit aufgenommen, erste Vernehmungen fanden statt. Zudem soll eine interne Untersuchungskommission des Militärkommandos Steiermark den Vorfall untersuchen.

Der Militärkommandant der Steiermark, Heinz Zöllner, zeigte sich betroffen und bedauerte den Vorfall. Er hat jegliche Unterstützung für den Soldaten und seine Angehörigen zugesagt.

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