Motiv Trennungsschmerz

Haftstrafe für Bad Ischler Bogenschützen

Mit Pfeil und Bogen soll ein 50-jähriger Mann seine Ex-Freundin bedroht haben. Nach dem Prozess am Montag in Wels wanderte er zurück in seine Zelle, denn das Urteil - 12 Monate teilbedingte Haft - hat er noch nicht angenommen. Auch den Schuss leugnet er.

Die 50-jährige Hundefriseurin hatte Anfang Juni Glück. Der Pfeil, den ihr früherer Lebensgefährte auf sie abgeschossen haben soll, schlug zehn Meter neben ihr ein. Die Anklage lautete daher nur auf gefährliche Drohung. Das Motiv des Sportschützen dürfte Liebeskummer nach der Trennung von seiner Freundin gewesen sein.

Unbescholten
Obwohl der unbescholtene Mann aus Bad Ischl (OÖ) beim Prozess vor Richter Hans-Jörg Reichl den Schuss abgestritten hat, kam es zu einer Verurteilung. Da war zu einem ein Zeuge, der ihn nach der Tat beobachtet hat, und ein Fachmann, der aussagt, dass man mit dem Bogen gut und gerne 30 Meter weit schießen kann. Seine Version, dass das Attentat von seiner Ex-Liebe inszeniert war, glaubte hingegen niemand.

Nicht rechtskräftig
Mit dem Urteil blieb Richter Reichl im „Einstiegsdrittel“: ein Jahr Haft, bei einer Strafdrohung bis drei Jahre. Und außerdem nur vier Monate davon unbedingt. Der Angeklagte nahm sich Bedenkzeit. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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