06.08.2019 06:50 |

Star im Interview

Rossi: „Gegen die Jungen ist es wirklich hart“

Valentino Rossi kommt als Brünn-Sechster nach Spielberg. Warum der Motorrad-Superstar (40) trotzdem nicht ganz glücklich sein kann, sagt er im „Krone“-Interview:

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„Krone:“Valentino, Platz sechs in Brünn war gerade rechtzeitig vor dem Rennen in Österreich ein Schritt nach vorne.
Valentino Rossi: Es war sicher besser als in den vergangenen Rennen. Aber wir können mit Platz sechs nicht zufrieden sein.

Was kann Yamaha in dieser Situation machen?
Das große Problem ist der Unterschied beim Topspeed. Wir müssen etwas Großes finden, um den Rückstand zu verkleinern.

Wie sehr beeinflussen solche Ergebnisse dein Glück?
Mein Leben ist immer auf das Rennfahren fokussiert. Grundsätzlich habe ich ein glückliches Leben und eine gute Beziehung zu meiner Familie. Aber das Wichtigste sind Resultate. Wenn ich nicht schnell bin, dann kann ich gar nicht glücklich sein.

Umso mehr ist die Motivation gefragt. Du bist ein Weltstar, wer inspiriert dich eigentlich noch?
Ich mag alle Sportarten, bin aber ein Motorsport-Fanat. Es ist schwer, dass man sich mit Athleten von anderen Sportarten vergleicht. Ich mag Roger Federer. Er ist zwar ein bisschen jünger als ich, aber auch alt.

Hat ein neunfacher Weltmeister auch Helden?
Ich war immer ein großer Fan von Kevin Schwantz, er ist mein Racing-Hero. Und im Leben meine Familie.

Millionen Menschen kennen dich auf dem MotoGP-Bike in Höchstgeschwindigkeit. Kannst du privat gemütlich mit dem Motorrad fahren?
Ich benutze das Motorrad auch im Sommer in Italien, aber nie für einen längeren Trip. Vielleicht irgendwann mal in Australien oder Amerika. Aber für mich hat Motorrad-Fahren immer etwas mit Leistung zu tun und nicht mit Reisen. Vielleicht wäre doch ein Auto besser.

Apropos besser! Wer würde besser performen: ein Formel-1-Fahrer auf einem MotoGP-Bike - oder umgekehrt?
Für mich ist ein MotoGP-Fahrer ein bisschen stärker im Rennauto. Umgekehrt ist es schwerer, weil du ja das Autofahren von klein auf lernst. Aber wenn du kein Motorrad-Fan bist, ist es schwer, Motorrad zu fahren.

Wenn du wie nun vor Spielberg vor einem Rennen deine Sachen packst - welche drei privaten Dinge sind dabei?
Immer eine kleine Schildkröte. Das ist ein Geschenk von meiner Mama. Das hab ich seit meinem ersten Rennen, es ist quasi mein Talisman. Und dazu Musik.

Das muss ja eine ganz kleine Tasche sein … Letzte Frage: Du hattest in deiner Karriere immer sehr starke Gegner. Wer war der härteste?
Früher war ich der Jüngere, kämpfte gegen Biaggi, Capirossi oder Gibernau. Im zweiten Teil meiner Karriere kämpfe ich als Älterer gegen die Jungen. Das war und ist hart! Stoner, Pedrosa, Lorenzo, Viñales, Márquez. Ich würde Lorenzo, Stoner und Márquez sagen.

Markus Neißl, Kronen Zeitung

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