04.08.2019 19:44 |

Öl-Schmuggel

Iran setzt nun Schiff aus dem Irak fest

Mitten im Konflikt um die Blockade eines britischen Öltankers hat der Iran nun ein irakisches Schiff im Persischen Golf beschlagnahmt, welches iranisches Öl in andere Länder schmuggeln wollte. Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) teilten mit, der Einsatz in der Nähe der Hafenstadt Bushehr sei bereits am Abend des 31. Juli erfolgt.

Der Kommandant der Revolutionsgarden, Ramesan Sirahi, erklärte gegenüber dem staatlichen iranischen Fernsehen: „Es hatte 700.000 Liter Treibstoff geladen.“ Das geladene Öl sei beschlagnahmt worden. Sieben Besatzungsmitglieder unterschiedlicher Nationalitäten seien verhaftet worden.

Mehrere Tanker festgesetzt
Der Iran hatte bereits vergangenen Monat zwei Schiffe in der Region festgesetzt, den britischen Tanker „Stena Impero“ und den unter der Flagge Panamas fahrenden Tanker „Riah“. Die Vorfälle führten zu massiven Spannungen in der für den weltweiten Ölhandel zentralen Region.

Vergeltung für iranisches Schiff
Allerdings hatte die Führung in Teheran auch mehrfach mit Vergeltung für die Festsetzung eines iranischen Tankers durch die britische Marine gedroht.
Diese hatte Anfang Juli die „Grace 1“ vor Gibraltar aufgebracht. Der Tanker, so die Begründung, habe iranisches Öl nach Syrien transportieren wollen und damit gegen EU-Auflagen verstoßen.

USA wollen Militärkoalition zum Schutz von Tankern
Durch die Meerenge von Hormuz, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet, geht rund ein Fünftel aller Öltransporte weltweit. Sie ist eine der wichtigsten Passagen überhaupt. Die USA wollen wegen der Festsetzung von Tankern und mehrerer Angriffe auf Schiffe, für die sie den Iran verantwortlich machen, eine Allianz zur Sicherung der Handelsschifffahrt im Persischen Golf schmieden. 

Großbritannien unterstützt dies, will aber auch einen europäischen Einsatz. Während Frankreich, Italien und Dänemark ihrer Unterstützung signalisiert haben, hat die deutsche Bundesregierung keine einheitliche Linie, ob Deutschland sich beteiligen soll.

 krone.at
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