Die Budapester Oberstaatsanwaltschaft hat Tamas Gyarfas, ein Mitglied des Vorstands des Schwimm-Weltverbandes (FINA), wegen Anstiftung zum Mord angeklagt. Gyarfas, der von 1993 bis 2016 auch Präsident des Ungarischen Schwimmverbandes war, bestreitet die Vorwürfe energisch. Er war im April 2018 festgenommen, aber später gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt worden.
Der Anklage zufolge habe Gyarfas im Jahr 1998 eine bekannte Unterwelt-Figur damit beauftragt, den Medienunternehmer Janos Fenyö zu ermorden. Gyarfas hatte damals selbst ein Medien-Konglomerat besessen und sich mit Fenyö einen erbitterten Konkurrenzkampf geliefert.
Fenyö war im Februar 1998 mitten in Budapest an einer Ampel in seinem Auto erschossen worden. Die Tat hatte großes Aufsehen erregt. Ein Slowake war 2017 wegen des Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Prozess brachte aber keine Beweise über den Auftraggeber.
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