23.06.2019 10:00 |

Grenze Walserberg

Ohne Kontrolle auch keine Staus

Am Samstag rollte der Verkehr relativ problemlos über die Grenze auf dem Walserberg. Schnell war auch der Grund klar: Es wurde auf deutscher Seite nicht kontrolliert – auch eine Art der Problemlösung. Die Fahrzeuge kamen erst bei der Baustelle auf der A8 bei Anger kurz zum Stehen.

Als die „Krone“ Samstagmittag sich an der Grenze auf dem Walserberg wieder selbst ein Bild von der Situation machte, war die Stimmung unter den deutschen Polizeibeamten freundlich, ruhig und gelassen. Der Verkehr rollte und auch die Prognose für den Nachmittag war eine recht gute – ein eher ungewöhnlicher Moment an einem Reisesamstag. Bayern und Baden-Württemberg beenden ja ihre Pfingstferien. Ein kurzer Gang über den Parkplatz in Richtung der Kontrollstelle machte schnell den Grund für die Lockerheit klar: Es wurde nicht kontrolliert. Anstatt in Schrittgeschwindigkeit an den Beamten vorbeizuzuckeln, floss der Reiseverkehr ungehindert am Grenzstein und Kontrollhäuschen vorbei in Richtung München.

Wals: Dritte Spur muss erst einmal kommen
„Die Situation dürfte im Moment etwas entschärft sein. Wenn wir keine Kontrollen haben, dann haben wir erreicht was wir wollen“, sagt Joachim Maislinger (ÖVP), Bürgermeister von Wals. Zufrieden zeigt er sich auch über die angekündigte dritte Kontrollspur als Provisorium noch vor dem Sommer. Vorsicht sei trotzdem geboten: „Die Zeit bis zu den Ferien verrinnt schnell. Sie müssen die Spur bis dorthin erst einmal machen.“

Grödig: Auf jeden Fall eine Verbesserung
„Die Ankündigung für eine weitere Spur ist sehr gut und wenn sie da ist auf jeden Fall eine Verbesserung“, sagt Herbert Schober (ÖVP), Grödiger Ortschef, und fügt hinzu: „Besser wären natürlich keine Kontrollen.“ So wie am Samstag. „Daran sieht man ja, dass es sich dabei um eine Alibi-Aktion handelt. Schließlich wird an vielen anderen Übergängen in der Region selten bis gar nicht kontrolliert.“ Der eingeschlagene Weg zum Ausweichverkehr wird trotzdem fortgesetzt.

Verkehr wird in der Zukunft nicht weniger
Daran lässt auch Maislinger keine Zweifel aufkommen: „Die Verordnungen brauchen wir ja trotzdem.“ Selbst ohne die Kontrollen fürchtet der Ortschef, dass es in naher Zukunft zu erheblichen Problemen kommen wird, weil der Verkehr stetig mehr wird. „Da brauchen wir uns keine Illusionen machen. Ich habe darüber auch schon mit Landesrat Stefan Schnöll gesprochen“, so der Bürgermeister.

Alleine die Zusammenführung der A1 und A10 auf die zweispurige deutsche Autobahn wird künftig immer für Stau und Ausweichverkehr sorgen

Felix Roittner
Felix Roittner
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