Argentinien droht Aus

„Hört auf mit dem Leiden“ - Messi in der Kritik

Als wolle er es selbst nicht mehr sehen, schlug sich Lionel Messi die Hände vors Gesicht. Die erhoffte Trendumkehr mit der Fußball-Nationalmannschaft Argentiniens droht zum erneuten Desaster zu werden. „Wir müssen weiter nach einer Mannschaft suchen und uns verbessern. Wir haben nicht mehr viel Zeit“, warnte der Kapitän nach dem 1:1 gegen Paraguay in der Copa America am Mittwoch.

Der „Albiceleste“ droht in Brasilien das Vorrunden-A als Gruppenletzter mit derzeit einem Punkt. Den Auftakt gegen Kolumbien hatte Argentinien mit 0:2 verloren. Gegen Paraguay stand die Mannschaft wiederum kurz vor einer Niederlage: Keeper Franco Armani rettete das Remis, als er beim Stand von 1:1 einen Elfmeter parierte. Zuvor hatte Messi in der 57. Minute einen Handelfmeter nach Video-Beweis verwertet.

Gnadenlose Kritik
Mit den Fingern formte der Barcelona-Star anschließend ein Herz in die Kameras. Die Liebe der Argentinier zu ihrer Nationalmannschaft wird aber auch unter Coach Lionel Scaloni nun auf eine harte Probe gestellt. „Es gibt keinen Plan, es gibt keine Ideen, es sieht nicht aus wie eine Mannschaft“, schrieb das Sportblatt „Ole“ und forderte: „Hört auf mit dem Leiden.“ Diese Mannschaft leiste sich „absurde Fehler“, schrieb „Clarin“. Kaum einer der Stars kommt im Nationaltrikot an seine beim Club gezeigte Normalform heran. Vor allem von der Rückkehr von Superstar Messi hatte man sich mehr erwartet. Doch nun droht wieder das vorzeitige Aus!

Kolumbien ist auf Platz eins der Gruppe B mit sechs Punkten aus zwei Spielen außer Reichweite und bereits eine Runde weiter. Paraguay ist Zweiter mit zwei Zählern, die ersten beiden qualifizieren sich direkt für die K.o.-Runde. Auf Platz drei liegt Katar, dann folgt Argentinien.

Copa-Fluch
1993 gewann die Albiceleste zum 14. und bisher letzten Mal die Copa America - in den beiden vergangenen Turnieren scheiterte Messi immerhin erst im Endspiel, beide Male im Elfmeterschießen gegen Chile. Nun hängt bereits alles vom dritten Gruppenspiel am kommenden Sonntag gegen Gastmannschaft Katar ab. „Wir müssen ruhig bleiben. Wenn nicht, dann wird es schwierig“, wusste Coach Scaloni.

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