Klare Worte von Pierer

„Ohne Lehrlinge wären wir auf der Intensivstation“

„Unsere Leiharbeitskräfte kommen mittlerweile aus Weißrussland und der Ukraine, weil es in Tschechien und der Slowakei Vollbeschäftigung gibt.“ Mit diesen Worten unterstreicht Stefan Pierer, wie sich der Fachkräftemangel bei uns immer mehr zuspitzt. Bei KTM steigt er nun in puncto Lehrlingsausbildung aufs Gas.

„Wir werden zur Innovation gezwungen, müssen mit gleich vielen Mitarbeitern mehr machen. Ohne Digitalisierung könnten wir das Wachstum gar nicht bewerkstelligen“, sagte Stefan Pierer im Rahmen des Empfangs der Industriellenvereinigung OÖ in der Voestalpine-Stahlwelt in Linz. Der KTM-Chef zählt mittlerweile allein in Oberösterreich 3600 Mitarbeiter. Die Nachfrage nach Zweirädern - ob Fahrräder, Roller oder Motorräder - steigt in Europa stark an. „Es ist ein Megatrend, sich damit in den Städten fortzubewegen“, stellt der 62-Jährige fest, dem der Fachkräftemangel große Sorgen macht.

Mehr Ausbildungsplätze
Pierer lässt Worte und Taten sprechen: „Lehrlinge sind wie eine Infusion für uns, ohne sie würde KTM auf der Intensivstation liegen“, sagt er. Die Zahl der Lehrlinge wird in der Unternehmensgruppe in Österreich nun von 200 auf 300 aufgestockt, allein im Innviertel von 160 auf 200.

Für Top-Abschlüsse gibt‘s ein Motorrad
Mit der Strahlkraft der Marke und der Coolness der Motorräder kann gepunktet werden, aber auch sonst drehen die Innviertler viele Schrauben. Für besonders gute Lehrabschlüsse gibt’s zur Belohnung ein Motorrad. Zudem bietet der Unternehmer, der in Oberösterreich neben Mattighofen und Munderfing auch Standorte in Wels und Linz hat, auch an, dass Mitarbeiter abseits der Produktion sich einen freien Freitag erarbeiten können oder immer wieder von Wels aus arbeiten, um sich Pendelzeit zu ersparen.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger

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