Do, 27. Juni 2019
13.06.2019 14:12

8 Kinder vom Peiniger

19 Jahre Martyrium für Stieftochter: Lebenslang

Schuldspruch und lebenslange Haft für den Horror-Vater aus dem US-Bundesstaat Oklahoma. 1997 hatte Henri Michelle Piette seine damals elf Jahre alte Stieftochter entführt, fast 20 Jahre lang gefangen gehalten und vergewaltigt. Rosalynn McGinnis bekam während dieser vom Staatsanwalt als „Herrschaft des Terrors“ bezeichneten Gefangenschaft acht Kinder, ehe sie 2016 fliehen konnte. Internationale Medien vergleichen den Fall mit Josef Fritzl, der seine Tochter in Amstetten 24 Jahre lang im Keller einsperrte und dort sieben Kinder mit ihr zeugte.

Rosalynn war 9 Jahre alt, als Piette ihre Mutter in der Kleinstadt Poteau in Oklahoma geheiratet hatte. Bereits während der Ehe missbrauchte der Stiefvater das Mädchen. „Er hat mich gezwungen, ihn zu heiraten, als ich 11 war“, erzählt die heute 34-Jährige in einem TV-Interview. „Mein 15-jähriger Stiefbruder hat die Zeremonie in einem Van durchgeführt. Ich wusste überhaupt nicht, was passiert. Ich hatte nur Angst.“

Als ihre Mutter 1997 die Scheidung einreichte, rächte sich Piette auf grausamste Weise. Er entführte Rosalynn und entging zwei Jahrzehnte lang den Behörden, indem er durch die USA und Mexiko reiste. Piette vergewaltigte Rosalynn täglich und zwang sie, sich die Haare abzuschneiden und rot zu färben, um nicht erkannt zu werden.

Im Alter von 15 Jahren zum ersten Mal Mutter
Mit 13 wurde das Mädchen das erste Mal schwanger, erlitt aber eine Fehlgeburt. Den toten Fötus musste sie dann ihren eigenen Worten zufolge auf Geheiß ihres Peinigers in der Toilette runterspülen, erinnert sich die Frau an den Horror, der ihr Leben war. Im Alter von 15 Jahre wurde McGinnis dann zum ersten Mal Mutter, es folgten weitere sieben Kinder.

Zum sexuellen Missbrauch kamen grausame körperliche Misshandlungen hinzu. Im Prozess sagte McGinnis aus, dass Piette sie zum Betteln zwang und regelmäßig verprügelte, unter anderem mit einem Gewehr und einem Baseballschläger. Geld gab er hauptsächlich für Alkohol und Drogen aus.

Stiefvater pocht auf Unschuld: „Frau und Kinder lügen“
Erst 2016 wagte McGinnis in Mexiko mit ihren Kindern die Flucht. Sie rief von einem Münztelefon die US-Botschaft an. Beamte brachten sie daraufhin in Sicherheit. Piette wurde erst ein Jahr später verhaftet, als er in der US-Botschaft einen neuen Pass beantragen wollte. Der heute 63-Jährige pocht auf seine Unschuld: „Ich habe nie jemanden vergewaltigt. Ich hatte nur mit meiner Ehefrau Sex, so wie es mir zusteht. Meine Frau und meine Kinder lügen!“

Kronen Zeitung/krone.at

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