Fr, 24. Mai 2019
17.05.2019 17:16

Neue Strategien

DOPING: Saubere Sportler müssen für Sünder büßen!

Nach dem Wettkampf zur Dopingkontrolle, Trainingskontrollen zu teils unmöglichen Uhrzeiten - das gehört für jeden Topathleten zum Sportalltag dazu. Nun wartet auf Athleten eine weitere Umstellung. Wie die NADA der „Krone“ bestätigte, werden die Sportler nun auch kurz vor dem Bewerb zur Blutabnahme gebeten.

Es waren für die Dopingjäger neue Erkenntnisse, die bei der Seefeld-Razzia zutage traten: Langläufer, die sich unmittelbar vor dem Bewerb Eigenblut zuführen lassen, um es nach dem Rennen wieder abzuführen. Zuvor waren selbst Experten davon ausgegangen, dass bei Blutdoping das Eigenblut mehrere Tage vor einem Event zurückgeführt wird.

Das neue Wissen wird nun auch zu einer Änderung der Teststrategie führen. Während bisher in der Regel im Training und nach den Bewerben kontrolliert wurde, soll dies nun vermehrt davor geschehen. Auch Deutschland geht diesen Weg - dort kam es dieser Tage im Radsport schon zu einer Kontrolle vor dem Start.

Ärger bei den Athleten
Die Sportler sind wenig erfreut über die Neuerung. Zum einen, weil sie fürchten, dass die Konzentration in der Vorbereitung darunter leidet. Zum anderen äußern sie auch hygienische Bedenken - eine Blutabnahme direkt vor dem Wettkampf könnte das Infektionsrisiko erhöhen.

Die NADA versichert, alle Sachfragen zu prüfen und auf die Verhältnismäßigkeit zu achten: „Es wird primär Sportarten mit einem hohen Gefährdungspotential betreffen“, sagt NADA-Sprecher David Müller. Man hoffe auf ein weltweit harmonisiertes Vorgehen. Aktuell beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe der Welt-Anti-Dopingagentur mit der möglichen neuen Teststrategie - bleibt zu hoffen, dass die sauberen Sportler davon nicht aus ihrem Konzept gebracht werden.

Anja Richter, Kronen Zeitung

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