30.06.2004 13:09 |

Glaub(ens)würdig

Söhne Mannheims melden sich mit "Noiz" zurück

Vor vier Jahren eröffnete uns Xavier Naidoo mit seinem damals neuen Side-Project "Söhne Mannheims" einen vermeintlich neuen Einblick in sein Musikschaffen. Mittlerweile umfasst das Künstler-Kollektiv 14 Mitstreiter, aber im Mittelpunkt steht natürlich nach wie vor Xavier.
Wie bei Xavier so üblich dreht sich aucham neuen Album "Noiz" (der selbe Titel wie das erste Album, nurvon hinten gelesen) alles um den Glauben. Allerdings schönverpackt in moderne Beziehungsgeschichten oder auch politisch-kritischeTexte.
 
Das Album schwingt zwischen Rock, R&B, Rapund Reggae hin und her, fühlt sich überall zu Hauseund lässt eigentlich keine Wünsche übrig. Außervielleicht: wieso sind die meisten Lieder so traurig? Aber auchdarauf gibt "Noiz" eine Antwort, und zwar auf der Nummer "TraurigeLieder": "Ihr fragt, warum wir traurige Lieder singen - weil wirtraurig sind. Ihr fragt, warum wir aggressive Lieder singen -weil wir wütend sind". Und aggressiv geht's auf "Noiz" teilweiseja auch wirklich zu, vor allem auf der Nummer "Babylon System".
 
Einzig verzichtbare Nummer ist Track 14, das "Vaterunser" von Xavier a capella vorgetragen. Naja, wenn's unbedingtsein muss... Aber ansonsten: einwandfreies Album mit der einenoder anderen Hitsingle - wie die Vorabsingle "Vielleicht" ja berreitsbewiesen hat.
 
Fazit: 8 von 10 hochpolierten Heiligenscheinchen

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