Di, 23. April 2019
05.04.2019 11:30

Studenten angeklagt

Apple mit Fake-iPhones um 900.000 Dollar geprellt

Weil sie gefälschte iPhones über Apples Garantieservice gegen echte eingetauscht und diese dann weiterverkauft haben sollen, müssen sich zwei Studenten aus China jetzt im US-Staat Oregon vor Gericht verantworten. Mit ihrer Betrugsmasche sollen sie den iPhone-Hersteller um umgerechnet knapp 800.000 Euro geprellt haben.

Wie die Zeitung „The Oregonian“ unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichtet, sollen die beiden Ingenieursstudenten aus China mehrere tausend gefälschte iPhones für rund 30 Dollar pro Stück aus ihrem Heimatland importiert und dann über Apples Garantieprogramm gegen echte ausgetauscht haben. Gegenüber dem Hersteller gaben sie demnach an, dass sich die Geräte nicht einschalten ließen.

In zumindest 1493 von 3069 Fällen hatten sie mit dieser Masche Erfolg und Apple tauschte die gefälschten Geräte gegen echte iPhones aus. Schätzungen des Konzerns zufolge beläuft sich der dadurch entstandene Schaden auf 895.800 US-Dollar.

iPhones für Verkauf wieder nach China geschickt
Die echten iPhones wurden dann für den Weiterverkauf wieder nach China geschickt. Den Gerichtsakten zufolge bezahlten die beiden Studenten Freunde und Verwandte in den USA, um ihre Adressen für den Empfang und Versand der Mobiltelefone zu verwenden. Für ihre Tätigkeit sollen die Studenten eine Provision erhalten haben - wie hoch diese ausfiel, ist nicht bekannt.

Studenten bestreiten Vorwürfe
Gegenüber den Behörden gaben die Verdächtigen nach ihrer Festnahme an, nicht gewusst zu haben, dass es sich bei den Geräten um Fälschungen handelte. Sie wurden zwischenzeitlich aus der Untersuchungshaft entlassen und warten nun auf ihren Prozess.

Austausch schneller als Reparatur
Dass sie mit ihrer Betrugsmasche Erfolg hatten, haben sie den Ermittlern zufolge Apple zu verdanken, da der Konzerne iPhones, die sich nicht einschalten ließen, nicht sofort untersuchen oder reparieren könne und stattdessen lieber den Austausch der Geräte in die Wege leite.

 krone.at
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