01.04.2019 19:57 |

Während Brexit-Debatte

Nacktprotest im britischen Parlament

Während die Abgeordneten im britischen Unterhaus am Montagabend abermals über den Brexit debattierten, wollten Demonstranten auf der Besuchertribüne zeigen, dass es auch noch andere Probleme gibt. In Unterwäsche und mit Slogans auf ihren Körpern warfen sie den Abgeordneten vor, wegen der Brexit-Debatten den Klimawandel zu vernachlässigen.

Seit dem Referendum vor etwas mehr als drei Jahren gibt es in der britischen Politik kein bestimmenderes Thema als den geplanten Austritt aus der Europäischen Union. Nachdem der Brexit nun verschoben werden musste, werden viele Briten immer ungeduldiger.

Fast nackt Brexit-Debatte gestört
Während Premierministerin Theresa May und die Abgeordenten im britischen Unterhaus über Alternativen zum ausverhandelten Brexit-Abkommen debattierten, zogen sich elf Aktivisten auf der Galerie fast nackt aus. Zwei Demonstranten hatten ihre Körper grau bemalt und trugen Elefantenmasken. Damit spielten sie auf die Redensart vom „Elefanten im Raum“ an, den jeder sieht, über den aber niemand spricht. Für die Aktivisten ist dies der Klimawandel.

Die Frauen und Männer von „Extinction Rebellion“ (Rebellion gegen das Aussterben), einer weltweit aktiven Bewegung, die in der Klimakrise zu „zivilem Ungehorsam zwecks Beendigung des Massenaussterbens“ aufruft, wollten mit der Aktion darauf aufmerksam machen, dass man sich auch um andere Themen - in diesem Fall das Klima und die Wirtschaft - kümmern müsse.

Bilder verbreiteten sich rasch in sozialen Netzwerken
Parlamentspräsident John Bercow zeigte sich unbeeindruckt von dem Protest, den Sicherheitskräfte schließlich beendeten. Er unterbrach die Sitzung nicht. In den sozialen Netzwerken verzeichneten die Aktivisten, die für den 15. April eine große Kundgebung in London ankündigten, einen Erfolg: Die Bilder ihrer Aktion fanden rasche Verbreitung.

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