Eigentlich hätte die Operation im August 2018 bei Sonja Exel eine deutliche Hörverbesserung erwirken sollen. Stattdessen wachte sie nach der Operation mit einem entstellten Gesicht auf. Über Monate hinweg reagierte laut ihren Erzählungen das Klinikum nicht, worauf sie sich schließlich verzweifelt an ServusTV wandte. Obwohl sie bereits nach der Operation über Beschwerden – Gesichtslähmung, starke Schmerzen im Ohr, Tinnitus – klagte, fertigten die Verantwortlichen im Krankenhaus zwar eine Computertomografie an, übersahen scheinbar aber dennoch, dass der Gesichtsnerv verletzt worden war.
„Ich habe sogar meinen Job verloren“
Immer wieder wurde sie bei den Ärzten vorstellig, aber ohne Resultat wieder nach Hause geschickt. „Ich hatte Schwierigkeiten beim Sprechen, beim Essen und verlor auch noch meinen neuen Job“, erzählt die betroffene 50-Jährige. Nach dem Aufsuchen mehrerer teurer Wahlärzte stand fest: Den Symptomen zufolge hätte das Ohr sofort mittels Operation kontrolliert werden müssen. Mittlerweile hatte das Implantat sogar das Trommelfell durchstoßen und ragte bereits in den Gehörgang.
Nach eigener Intervention fand dann schließlich sieben Monate später eine korrigierende Operation am LKH Leoben statt. Vonseiten der KAGes heißt es auf Anfrage, dass man um eine Klärung des Falles bemüht sei.
ServusTV hat die Betroffene begleitet. Sehen Sie ihre ganze Geschichte heute um 18.05 Uhr bei Servus am Abend.
Monika Krisper & Andrea Kramer, Kronen Zeitung
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