26.03.2019 12:50 |

Fix ab 2021

Auch EU-Parlament stimmt für Zeitumstellungs-Ende!

Am 31. März beginnt wieder die Sommerzeit, und die Uhren müssen um eine Stunde vorgestellt werden - für viele Menschen ein Ärgernis. Im Rahmen einer EU-weiten Internetumfrage haben sich 84 Prozent für die Abschaffung der Zeitumstellung ausgesprochen. Auch die österreichische Bundesregierung ist für ein Ende der Umstellung. Zur gleichen Einsicht gelangte am Dienstag das Europaparlament: Eine breite Mehrheit der Straßburger Abgeordneten sprach sich dafür aus, dass die Uhren 2021 das letzte Mal auf permanente Sommer- oder Winterzeit umgestellt werden. Die finale Entscheidung darüber, auf welche der beiden Zeiten, liegt bei den einzelnen EU-Staaten. 

Für die Empfehlung des EU-Parlaments votierten 410 Abgeordnete, dagegen stimmten 192. Die EU-Parlamentarier forderten auch eine Koordinierung der EU-Staaten, um ein Zeit-Chaos zu verhindern. Die EU-Länder müssen sich nun untereinander abstimmen, um zu gewährleisten, dass der Binnenmarkt nicht beeinträchtigt wird. Die österreichische Bundesregierung spricht sich für eine permanente Sommerzeit aus.

Zeitzone von Polen bis Spanien soll möglichst erhalten bleiben
Derzeit gibt es in Mitteleuropa eine große Zeitzone von Polen bis Spanien, zu der Österreich, Deutschland und 15 weitere EU-Länder gehören. Sie soll zugunsten von Reisenden und Handel möglichst erhalten bleiben. Doch käme für alle 17 Staaten die Sommerzeit, hieße das für Spanien im Winter Dunkelheit bis kurz vor 10 Uhr. Einigen sich alle auf Winterzeit, würde es in Warschau im Sommer schon um 3 Uhr Früh hell sein. Die Zeitumstellung zweimal im Jahr dämpft die Extreme.

„Zeit-Fleckerlteppich“ soll vermieden werden
Vermieden werden soll jedenfalls ein „Zeit-Fleckerlteppich“ in Europa. „Es wäre unsinnig, wenn Deutschland oder Ungarn oder Italien und Österreich unterschiedliche Zeitsysteme hätten. Da müssen wir in einem Modell sein“, hatte Verkehrsminister Norbert Hofer Ende des Vorjahres erklärt.

Sollte die EU-Kommission allerdings feststellen, dass die voraussichtlichen Zeitplanungen das reibungslose Funktionieren des Binnenmarktes erheblich und dauerhaft behindern könnten, sollte das Ende der Zeitumstellung um ein weiteres Jahr verschoben werden, verlangte das EU-Parlament.

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