19.03.2019 07:00 |

Innsbrucker Stadtteil

Holzzaun soll nun für Entspannung sorgen

Belästigt fühlen sich - wie berichtet - die Anrainer des Innsbrucker Stadtteils Dreiheiligen. Ein Teil der Klientel einer Sozialeinrichtung sorgt mit ihrem Verhalten für Unmut. Nun hat die Stadt Innsbruck ein erstes Zeichen gesetzt und das so genannte „Sonnenplatzl“, das sich vor der Anlaufstelle befindet, eingezäunt.

Psychisch kranke beziehungsweise drogenabhängige Klienten der Sozialeinrichtung, die in der Kapuzinergasse ist, verlieren immer wieder die Beherrschung. „Sie schreien sich gegenseitig an, prügeln aufeinandern ein, verrichten ihr Geschäft in unseren Gärten und attackieren uns“, lautet der Tenor der Anrainer. Sie forderten die Stadtpolitiker mehrmals auf, einzuschreiten.

Dieser Aufforderung sind sie nun auch gefolgt. Ein Holzzaun wurde in den vergangenen Tagen rund um das „Sonnenplatzl“ installiert, um es von der öffentlichen Straße abzugrenzen.

„Wichtiger Schritt“
„Die Idee ist super, das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, bringt es Anrainer Philipp Marth auf den Punkt. Doch die Maßnahme scheint noch nicht ganz ausgereift zu sein. „Der Bereich ist während der Öffnungszeiten der Einrichtung wie gehabt gut besucht. Dass dadurch ein Lärmpegel entsteht, sehe ich ein. Doch das Problem bleibt vor allem außerhalb der Öffnungszeiten bestehen, denn der Zaun ist nicht abgesperrt. Der Bereich ist jederzeit zugänglich“, so der Familienvater.

Neues Kontaktzentrum
Außerdem wurde das mobile WC von der gegenüberliegenden Straßenseite entfernt. „Die Personen verrichten somit wieder vermehrt ihr Geschäft in unseren Gärten. Und sie dealen ungeniert auf der Straße, wie ich vergangenen Samstag selbst beobachtet habe“, schildert eine Anrainerin.

„Eine erste Maßnahme ist zwar gesetzt, für Entlastung wird jedoch erst das Kontaktzentrum für Alkoholkranke in der Matthias-Schmid-Straße sorgen. Wir kämpfen derzeit um die Finanzierung“, so Vize-Bürgermeister Franz X. Gruber. Auch bezüglich des mobilen Klos werde es eine Lösung geben. Und mit den Betreibern der Anlaufstelle werde über die Betreuung des ,Sonnenplatzls’ nochmals gesprochen.

Jasmin Steiner
Jasmin Steiner
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