11.03.2019 21:59 |

Nur noch Sommerzeit

Trump will Zeitumstellung in den USA abschaffen

US-Präsident Donald Trump will die Zeitumstellung in den USA abschaffen und die Uhren dort dauerhaft auf Sommerzeit belassen. Republikanische Abgeordnete aus dem Bundesstaat Florida hatten einen Gesetzesentwurf vorgelegt, mit dem die Uhren im November nicht mehr auf Winterzeit (die Normalzeit, Anm.) zurückgestellt würden. Er wäre mit einem solchen Schritt einverstanden, schrieb Trump am Montag - wie sollte es anders sein - auf Twitter.

Bliebe es in den USA bei der Sommerzeit, läge die Ostküste mit Metropolen wie New York und Washington im Winter nur noch fünf Stunden hinter Österreich. Wenn in der EU jeweils im März auf Sommerzeit umgestellt wird, wären es wieder - wie bisher - sechs Stunden. Beispiel: Wenn es derzeit in Österreich 12 Uhr mittags ist, ist es an der US-Ostküste 6 Uhr morgens, an der US-Westküste ist es dann erst 3 Uhr in der Nacht.

Auch EU will zukünftig nicht mehr an der Uhr drehen
Allerdings könnte die Zeitumstellung auch in der EU in den kommenden Jahren abgeschafft werden. Die EU-Kommission hatte im vergangenen Jahr vorgeschlagen, in der Zukunft nicht mehr halbjährlich an der Uhr zu drehen. Welche Zeit dann in den einzelnen Ländern gelten würde, ist nationale Angelegenheit. Bis April sollen die EU-Staaten sich untereinander abstimmen, welche Zeit sie bevorzugen.

Für die USA könnte eine mögliche Abschaffung der Winterzeit Komplikationen aufwerfen: Nicht alle Bundesstaaten und Territorien stellen auf Sommerzeit um. So sind etwa Arizona und Hawaii dauerhaft auf Winterzeit. Gilt die Sommerzeit, dann geht die Sonne morgens später auf, dafür ist es abends länger hell. Im Jahr 2016 hatte bereits die Türkei dauerhaft auf Sommerzeit umgestellt.

US-Haushaltsentwurf: Mehr Geld für Rüstung, weniger für Gesundheit
Trump hat am Montag einen 4,7 Billionen US-Dollar schweren Haushaltsentwurf für das Finanzjahr 2020 vorgelegt, der mehr Ausgaben für Rüstung und weniger Geld für Umwelt, Gesundheit und Entwicklungshilfe vorsieht. Nach dem Willen des Weißen Hauses soll der Verteidigungshaushalt um fünf Prozent auf 750 Milliarden US-Dollar (knapp 670 Mrd. Euro) steigen.

Kürzungen bei Umwelt und Gesundheit
Dafür will die Regierungszentrale in den Bereichen Umwelt, Gesundheit und Sozialhilfe Geld streichen, darunter 845 Milliarden bei der Krankenversicherung „Medicare“. Das Budget des Außenministeriums und der Entwicklungshilfeagentur USAID soll um 23 Prozent gekürzt werden. Trump pocht zudem auf eine Milliardensumme für den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko, seinem zentralen Wahlkampfversprechen.

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