09.03.2019 12:22 |

Stammlokal besucht

Keith Flint: Stunden vor Tod gut gelaunt beim Bier

„Er schien positiv und wirkte gelassen“, so beschreibt ihn einer der letzten Menschen, die Keith Flint lebend gesehen haben. Was zwischen dem Besuch in seiner Stammkneipe und dem Selbstmord in dem Elektro-Punk-Sänger vorging, wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben.

Am vergangenen Montag, um acht Uhr morgens Ortszeit, wurde Keith Flint regungslos von der Polizei in seinem Haus aufgefunden. Nach erfolglosen Wiederbelebungsversuchen der Sanitäter wurde der Sänger von The Prodigy für tot erklärt. Bandkollege Liam Haslett bestätigte auf Insagram den Selbstmord. Laut Insidern hatte Flint sich erhängt.

Zu Scherzen aufgelegt
Nun meldete sich ein Augenzeuge zu Wort, der ihn noch gut gelaunt am Samstagnachmittag im Pub traf. Gegenüber der „Dailymail“ sagte er: „Meine Frau und ich aßen an einem gegenüberliegenden Tisch. Als unser Baby eine Gabel auf den Boden warf, die Keith aufhob, sagte er ‚Hallo‘ und machte einen Witz mit meiner Frau darüber.“ 

Casual Look nach Morgenlauf
Flint war lässig gekleidet: Er trug eine Camouflage-Jacke, ein knalloranges T-Shirt und eine neongrüne Brille, die er am Tisch abgelegt hatte. Er war mit seinem Personal-Trainer verabredet gewesen und plauderte bei einem Bier über seine Lauferfolge. Am Morgen lief er bei einem Fünf-Kilometer-Lauf seine Bestzeit von 22:21 Minuten. „Er schien sehr positiv und stolz auf seine Selbstverbesserung und darauf, wie gesund er sich fühlte.“

Trug gerne die Spendierhose
Flint war Stammgast im „Glavin Green Man“-Restaurant in Chelmsford, der britischen Grafschaft Essex. Er war bis 2017 selbst Inhaber einer Kneipe in der Umgebung. Im „Leather Bottle Pub“ ließ er sich vor Auftritten auch gerne die Haare färben. Das wusste jeder Gast sowie viele Ortsansässige. Und auch für seine Großzügigkeit war der Sänger bekannt.

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Seeing in the new year with this chief

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Auf ein Bier mit dem Pferd
Eine ehemalige Kellnerin erzählte: „Keith ging einfach zu fremden Leuten hin und sagte ‚Ich bekomme dann die Rechnung.‘ Und oft lud er Einheimische zu Partys ein. Die Bedingung dabei war aber, dass er nur maximal eine eigene Nummer selbst aufführen würde. Er liebte es, sein Lokal und seine Musik getrennt zu halten. Hin und wieder ritt er auch mit einem seiner Pferde, sein Liebling hieß ,Blackie‘, zur Kneipe, um etwas zu trinken.“

Im Bann von Dämonen
Doch neben all den schönen Erinnerungen des Lebemannes und der Seele der Bar, wie viele ihn beschreiben, blieben auch seine Depressionen nicht verborgen. „Er hatte mit Dämonen zu kämpfen“, so die frühere Mitarbeiterin Di Benett. „Ich glaube, er hatte eine schwierige Kindheit und konnte es nie wirklich verkraften, von seinem eigenen Vater verstoßen worden zu sein.“

Gebrochenes Herz
Laut zahlreichen Medienberichten soll Flint aber schlussendlich an der Trennung von seiner Ehefrau zerbrochen sein. Wie jetzt bekannt wurde, hatte der Musiker zuletzt die japanische DJane Mayumi Kai angefleht, zu ihm zurückzukommen. „Keith hat immer gehofft, es würde noch mal funktionieren, und er hat sie mehrmals angerufen, um das mit ihr auszuhandeln. Aber sie hat ihre Meinung nicht geändert und darauf bestanden, sein geliebtes Haus zu verkaufen. Daran ist Keith zerbrochen. Man kann Mayumi nicht die Schuld geben. Aber es scheint, als ob sich Keith sich nicht vorstellen konnte, ohne sie weiterzuleben“, verriet ein Insider. 

Jasmin Newman
Jasmin Newman

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