Mo, 25. März 2019
18.02.2019 07:00

Casting in Krieglach

So brillierten die Volksmusik-Asse der Zukunft

Eine gewaltige Talenteschau war am Sonntag das große Casting von „Austria sucht den Volksmusikstar“ in Krieglach. Von den 30 Kandidaten befand die Jury immerhin 25 als würdig für die nächste Runde. Von einigen wird man noch sehr, sehr viel hören.

Blau blitzt der Himmel über dem Mürztal, zünftige Klänge liegen in der Luft. Auf dem Parkplatz vor dem Veranstaltungszentrum stehen Autos aus halb Österreich, Buam und Madeln genießen die Sonne. Hie und da stellen sich wildfremde Leute zusammen und spielen ein Stück’l. Noten? Überflüssig. Die gemeinsame Sprache ist Oberkrainer – der in den 1950ern von den slowenischen Avsenik-Brüdern kreierte, virtuos-rasante Stil der volkstümlichen Musik.

Tiroler brauchen ein Reparaturbier
Beim Tourbus der „Riabig’n Tiroler“ rennt der Schmäh. Das Trio hat die Nacht durchgespielt und fuhr direkt in die Steiermark zum Casting. „Unser Chauffeur trinkt nix“, stellen die drei klar, während das erste Reparaturbier zischt.

Im Foyer herrscht derweil Prüfungsatmosphäre. „Austria sucht den Volksmusikstar“, das neue Format, das die oststeirische Jodelkönigin Margret Almer ins Leben gerufen hat, bietet eine echte Chance für eine Karriere. Da will man sich auch bei der ersten Sichtung keine Patzer erlauben.

Leider kein gelber Zettel für Gabalier-Double
Nacheinander werden die Kandidaten zum Vorspiel in den Saal gerufen; von Solo bis Sextett ist alles dabei. Margret Almer hat mit „Raabtal Dirndl“ Amalia Pfundner, Musiker Wolfgang Lindner junior und Fachjournalist Lothar Schwertführer eine gestrenge Jury zusammengestellt.

Und die sorgt gleich für die erste Enttäuschung: Für Gabalier-Double Pascal aus Feldbach, der sich an „So liab hob i di“ versucht, gibt es leider keinen gelben Passierschein für die nächste Runde , die am 12. Mai (dann mit Publikum und Televoting) steigt.

Tastenfresser, Chlötzli und ein Wunderkind
Andere qualifizieren sich souverän: Die Joglländer aus Fischbach mit ihrem Stoani-Sound und einer herrlich verspielten Klarinette; der vierfache Harmonika-Staatsmeister Thomas Haider aus Stubenberg, der mit Gitarrist Daniel Roca einen genial gewagten „Tastenfresser“ von Manfred Eisl hinlegt.

Auch die zwölfjährige Knopferl-Solistin Laura Rampitsch aus Lavamünd und das Schweizer Kastagnetten-Urgestein Julius Nötzli „mit dä Chlötzli“ (bekannt von Dieter Bohlens „Supertalent“) verlassen den Saal mit dem begehrten gelben Zettel.

Sie werden im Foyer mit Applaus empfangen, wo ein Fernseher das Casting überträgt. Dort kehrt plötzlich andächtige Ruhe ein: Drinnen fegt die vierfache Harmonika-Staatsmeisterin Klara Mißebner (11) mit ihren Brüdern Felix (16) und Bruno (14) durch den Avsenik-Klassiker „Für meine besten Freunde“ – mit einer Leichtigkeit, dass allen der Atem stockt. Ob das schon die künftigen Sieger sind? Wer weiß. Hauptsache, sie verlieren nie die Freude an der Musik...

Matthias Wagner
Matthias Wagner

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