11.02.2019 15:43 |

Gehalts-Ranking zeigt:

Nur Chef verdient mehr als der IT-Security-Experte

Die Informatik gilt generell als lukrative Karrieremöglichkeit. Doch nicht jeder Teilbereich der IT ist gleich lukrativ. Während man im Support eher bescheiden verdient und auch der App-Entwickler nicht mehr so gefragt ist, wie er es einmal war, sahnt eine Gruppe von Informatikern richtig ab: IT-Sicherheitsexperten, die Firmen und Private vor Cyberkriminellen schützen. Besser als sie verdient nur die Chefetage.

Zu diesem Ergebnis kommt das Technologie- und Beratungshaus Compensation Partner, das sich von Mai bis August 2018 37 IT-Unternehmen in Deutschland und 12.225 Gehaltsinformationen der Mitarbeiter angesehen hat. Die Ergebnisse wurden jetzt in der IT-Vergütungsstudie 2019 veröffentlicht - und könnten manch einem IT-Profi auch als Richtwert für die heimische IT-Branche dienen.

Informatiker sind gefragte Fachkräfte
Grundsätzlich bestätigt die Studie, dass Informatiker gefragte Leute sind. Im Jahr 2018 sind ihre durchschnittlichen Gehälter um 3,5 Prozent gestiegen, bei Führungskräften waren es sogar 3,8 Prozent. Eine Tendenz, die sich nach Einschätzung der Wirtschaftsberater heuer fortsetzen wird. Sie erwarten ein Plus von 2,9 bis 3,8 Prozent.

Interessante Details fördert die Studie über die Gehaltsaussichten in verschiedenen Feldern der IT zutage. Demnach verdienen Mitarbeiter im Helpdesk - also im Nutzersupport - in Deutschland jährlich rund 45.500 Euro brutto. App-Entwickler bekommen deutlich mehr und liegen mit einem durchschnittlichen Jahresverdienst von 60.000 Euro in der Mitte der Hackordnung.

IT-Sicherheitsexperten verdienen am besten
Am besten verdienen heute IT-Sicherheitsexperten, die mit jährlich rund 75.600 Euro rechnen dürfen. „Seit einigen Jahren schon beobachten wir einen rasanten Anstieg bei den Gehältern von IT-Sicherheitsexperten“, weiß Compensation-Partner-Geschäftsführer Tim Böger. Neben Sicherheitsfachleuten ebenfalls gefragt: Fachliche IT-Leiter verdienen rund 73.200 Euro, SAP- und IT-Berater 72.900 Euro.

Besser verdient da nur die Chefetage. Die durchschnittliche IT-Führungskraft in den untersuchten Betrieben verdient jährlich 128.600 Euro brutto. Überdies bekommen Manager häufig zusätzliche Zuckerl vom Betrieb. Während nur jede zehnte IT-Fachkraft einen Dienstwagen zur Verfügung gestellt bekommt und dieser im Schnitt rund 39.000 Euro kostet, fahren vier von zehn Managern einen Dienstwagen im Wert von durchschnittlich 52.000 Euro. Manager erhalten auch häufiger Zuschüsse zur Altersvorsorge oder Prämien als ihre Untergebenen.

Auch Standort und Betriebsgröße entscheiden
Neben dem Fachbereich und der Ausbildung - am besten verdienen Uni-Absolventen - entscheidet auch Standort und Betriebsgröße darüber, wie viel ein Informatiker heute verdient. Als besonders lukratives Pflaster für IT-Spezialisten gilt in Deutschland München, wo im Schnitt 20 Prozent mehr gezahlt wird als anderswo. Größere Unternehmen zahlen außerdem besser als kleinere.

IT-Kräfte in Betrieben mit weniger als 100 Mitarbeitern verdienen jährlich im Schnitt rund 52.700 Euro, Betriebe mit bis zu 1000 Mitarbeitern zahlen schon 60.250 Euro und Großbetriebe mit mehr als 1000 Beschäftigten zahlen im Schnitt gut 78.100 Euro. Bei Führungskräften liegt die Spanne bei 100.000 bis 140.000 Euro.

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