05.02.2019 19:59 |

Im Wolfgangsee

Bruchpilot arbeitet nach Notlandung schon wieder

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein: Nach dem Absturz eines Kunstflugzeugs in den Wolfgangsee ist Pilot Richard St. (44) aus Gunskirchen (OÖ) vorerst quasi abgetaucht, reagiert nicht  auf Anrufe und Mails.  Bei der Havarie entstand großer Schaden am Flieger, das muss der Pilot erst einmal verkraften.

Er dürfte gute Nerven haben, aber die braucht man wohl auch als Kunstflieger: Seit 6 Uhr früh saß Richard St. (44) am Dienstag bereits wieder in seiner Autofirma in Gunskirchen hinter dem Schreibtisch, wirkt ziemlich gelassen, sagt zur „Krone“ bei einem kurzen Besuch nur: „Bei mir läutetden ganzen Tag das Telefon. Ich will aber nicht reden.“ Nur eine einzige Stellungnahme lässt sich der Mann zu derNotlandung entlocken.„Ich hab irgendwie versucht, oben zu bleiben und nicht mit der Nase des Fliegers in den See einzutauchen.“ Das gelang dem Kunstflieger, er blieb unverletzt. Seine Staudacher S-600 ist aber ein Fall für den „Flugzeugdoktor“. Laut Behörden warfür die Vorführung eine Minimalflughöhe von 70 Metern vorgeschrieben. Die hielt der Pilot vor der Bruchlandungein.

Im Rahmen der früher vom Hotel Scalaria veranstalteten Air Challenge kam es wiederholt zu Unglücken. So stürzte am 15. 7. 2006 ein Pilot (61) mit einem Doppeldecker fast senkrecht in den See. Die Maschine zerschellte und ging unter. Taucher bargen den Mann. Zum nächsten Unfallkam es am 12. Juli 2013. Bei einem Fallschirm-Wettkampf im Rahmen der Veranstaltung stürzte ein Athlet (29) aus Belgien beim Landeanflug mit hoher Geschwindigkeit ins Wasser. Er erlitt schwerste Rückenverletzungen. Und am 18. Juli 2015 stürzte ein Pilot mit einer historischen Dornier Do-24 ATTin den See. Der Pilot schöpfte noch eigenhändig Wasser aus dem Cockpit, ehe er gerettet wurde. Danach gab es keine Air Challenge mehr.

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