04.02.2019 06:54 |

Noch ein Tag

Hirschers Plan: Nun startet Projekt Blitz-WM!

Der eilige Marcel: Gleich nach der Absage des Garmisch-Riesentorlaufes kehrte Marcel heim - den nächsten Coup im Auge: In nur 100 Stunden Aare zweimal Gold.

Rein – und gleich wieder raus. An Marcel Hirscher ist derzeit alles rekordverdächtig. Auch seine Aufenthaltsdauer in Garmisch. Er war am Samstag mit dem Hubschrauber gekommen und keine 16 Stunden später schon wieder eine Wolke.

Mit Bedauern: „Natürlich extrem schade, aber das Wetter können wir zum Glück nicht beeinflussen“, seufzte der 29-Jährige und kehrte den 30 Zentimetern extrem nassem Neuschnee in Garmisch den Rücken.

Nun warten – mitten im Renn-Winter – ungewöhnliche zehn Ruhetage auf den Rekord-Skifahrer. Denn Marcel plant den nächsten großen Coup seiner Karriere: die kürzeste WM seines Lebens! In knapp 100 Stunden in Åre stehen zwei Goldene auf der To-do-Liste.

Wie angekündigt, pfeift Hirscher auf seine (sehr reellen) Medaillenchancen in der Kombi und im Team-Bewerb, reist erst am 13. Februar zur WM an. Wie üblich standesgemäß mit dem Privat-Jet. Und am Sonntagabend (17. Februar) will der 29-Jährige wieder bei sich zu Hause sein. Mit den Goldenen von Riesentorlauf und Slalom um den Hals.

Mehr bei der Familie
Er habe sich schon vor Beginn der Saison zu diesem Programm entschlossen: „Ich habe mich auf die Kern-Disziplinen konzentriert – auch um mehr Zeit für meine Familie zu haben“, erklärt Marcel. Die Erfahrung habe zudem gezeigt, dass die Trainingsmöglichkeiten bei Großveranstaltungen meist bescheiden sind – Hirscher wird sich in je drei Slalom- und Riesentorlauf-Einheiten scharf für seine Blitz-WM machen. Dass die Kälte von Mittelschweden in Mitteleuropa kaum zu simulieren ist, stört ihn nicht: „Wir haben beim Finale in Åre im vergangenen März genug Erkenntnisse auf dem Materialsektor gesammelt.“

Dass Marcel als Kombi-Olympiasieger von Pyeongchang nicht bei der WM-Kombi startet, tut ÖSV-Herrenchef Andreas Puelacher weh: „Weil seine Chancen groß gewesen wären. Aber seine Entscheidung ist nachvollziehbar und zu akzeptieren.“

Georg Fraisl, Kronen Zeitung

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