29.01.2019 07:41 |

Frist bis 30. Jänner

Forderung „Mehr Gehalt“: In Heimen droht Streik

Die Gehaltsverhandlungen im privaten Gesundheits- und Sozialbereich drohen zu scheitern. Betriebsräte besprechen heute, Dienstag, Kampfmaßnahmen, sollte es bis Mittwoch zu keiner Einigung kommen. Das könnte Auswirkungen auf Altenpflegeheime, Kindergärten, die Drogenambulanzen und weitere haben.

Die Forderungen klingen von außen betrachtet vermessen: Sechs Prozent mehr Gehalt, weniger Arbeit, mehr Urlaub. Valid Hanuna, Betriebsratsvorsitzender der Arbeitsvereinigung der Sozialhilfe Kärntens (AVS), hält dem entgegen: „In den Forderungen zeigen sich Versäumnisse der letzten 20 Jahre. Die Branche ist unterbezahlt – es passt vorne und hinten nicht.“

Das Angebot der Arbeitgeber ist von den Forderungen aber meilenweit entfernt: 2,37 anstatt der sechs Prozent werden geboten.

Die Vertreter der 6000 Beschäftigten in den sozialen Diensten halten daher heute am Neuen Platz in Klagenfurt eine Protestkonferenz ab. „Es gibt bei den Verhandlungen keine Bewegung. Gibt es bis Mittwoch keine Annäherung, werden wir Protestmaßnahmen verstärken; auch auf betrieblicher Ebene“, kündigt GPA-djp Gewerkschafter Günther Muhrer an. Es sei zwar nicht Ziel, zu streiken. Im Fall des Falles werde aber nur die Basis- und Notversorgung aufrechterhalten. Das könnte Auswirkungen auf Pflegeheime, Kindergärten, sogar auf die Haushaltshilfe haben. AVS-Direktor Klaus Harter war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Der Ausgang der Verhandlungen würde sich auch auf die 20.000 Beschäftigten von Caritas und Diakonie auswirken, die parallel verhandeln. Die Forderungen decken sich mit jenen der Sozialwirtschaft.

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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