Trump-Fans im Visier

Wirbel um vermeintliche Attacke gegen Ureinwohner

Ausland
21.01.2019 09:20
Porträt von krone.at
Von krone.at

Dieses Video sorgt für Kontroversen: Auf Aufnahmen, die am Wochenende entstanden sind, sieht man einen jugendlichen Trump-Anhänger, der während einer Demonstration einen amerikanischen Ureinwohner anstarrt. Das Filmmaterial wurde im Netz viral und führte zu weitverbreiteter Kritik an dem Schüler - obwohl dieser laut eigenen Aussagen gar nichts Schlechtes im Sinn hatte.

In der US-Hauptstadt Washington fanden am Freitag unabhängig voneinander zwei Märsche statt. Zum einen marschierten amerikanische Ureinwohner im „Indigenous Peoples March“ für ihre Rechte, zum anderen fand ein „Marsch für das Leben“ gegen Abtreibung statt. Mehrere Schüler einer katholischen Privatschule waren offenbar geschlossen auf dem Anti-Abtreibungsmarsch.

Ureinwohner wollte Situation entschärfen
Die Märsche dürften sich überschnitten haben - und plötzlich seien Beschimpfungen gefallen. Wie Aufnahmen zeigen, kamen diese von einer Gruppe Afroamerikanern. Sie sollen die Schüler als „Amokläufer“ und „Pädophile“ verunglimpft haben. Nathan Philips, Teilnehmer der Ureinwohner-Gruppe, versuchte angeblich mit Gesang und Trommeln die Situation zu „entschärfen“.

Auch der Schüler, der im Video lächelnd zu sehen ist, erklärte später gegenüber Medien, dass er versucht habe, diese Situation zu entschärfen - und er betonte, dass keiner in der Menge den 64-jährigen Philips beleidigt habe. „Ich lächelte, weil ich ihn wissen lassen wollte, dass ich nicht zornig werde oder mich provozieren lasse.“

Kaya Taitano, ein Student der Gruppe der indigenen Einwohner, behauptete hingegen auf CNN, dass die Teenager Lieder wie „Build the Wall“ und „Trump 2020“ gesungen hätten. Auch ein Clip auf Instagram zeigt Philips, der ebenfalls unter Tränen behauptet, dass jemand solche Lieder gesungen habe. Die Schüler selber sagten, dass sie lediglich Schulhymnen gesungen hätten.

US-Medien hatten zuvor davon berichtet, dass die Jugendlichen den Ureinwohnern den Weg versperrt und sich über sie lächerlich gemacht hätten. Die Buben, die daraufhin als Schüler der katholischen Covington Catholic High School aus dem Bundesstaat Kentucky identifiziert wurden, wurden sowohl von politischer als auch von kirchlicher Seite kritisiert.

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