17.01.2019 08:42 |

Neues Gesetz in GB

Fotografieren unter Röcken verboten: Haft droht

Das britische Parlament hat am Dienstag ein neues Gesetz verabschiedet, das nun das heimliche Fotografieren unter Röcken und Kleidern verbietet. Tätern droht eine Hafstrafe. Eine junge Autorin aus England, die selbst Opfer des sogenannten Upskirting geworden war, hatte monatelang für eine Verschärfung des Sexualstrafrechts kampagnisiert. „Ich bin erschöpft und so glücklich“, feierte die 27-jährige Gina Martin auf Twitter.

Im Juli 2017 war sie nach eigenen Angaben von einem Unbekannten bei einem Musikfestival in London zunächst bedrängt worden. Dann habe er ein Bild unter ihrem Rock gemacht und dieses über WhatsApp an einen Freund verschickt.

Nach Ermittlungseinstellung Petition gestartet
Sie habe die Polizei alarmiert, die den Mann zum Löschen des Bildes gezwungen habe. Die Ermittlungen gegen den Verdächtigen seien jedoch bald eingestellt worden. Der Grund: Das Vergehen war damals in England und Wales nicht strafbar, anders als in Schottland.

„Das war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte“, erzählte Martin. Sie startete eine Petition für ein Verbot der heimlichen Bilder. Mehr als 110.000 Unterschriften sammelte sie dafür. Zugleich habe sie Hassbotschaften bis hin zu Vergewaltigungsdrohungen in den sozialen Netzwerken einstecken müssen.

Kampagne von May-Regierung unterstützt
Zwischenzeitlich war das Vorhaben sogar vom Scheitern bedroht, da ein konservativer Abgeordneter im Unterhaus das Gesetz blockierte. Die Regierung von Premierministerin Theresa May nahm sich jedoch in einer parteiübergreifenden Initiative der Sache an und brachte das Verbot durchs Unterhaus.

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