11.01.2019 21:53 |

Erfolgreiche Kampagne

Geflohene Saudi-Araberin bekommt Asyl in Kanada

Kanada hat der vor ihrer Familie geflohenen Saudi-Araberin Rahaf Mohammed al-Qunun (18) Asyl angeboten. „Der UN-Flüchtlingskommissar hat gefragt, ob wir Al-Qunun als Flüchtling akzeptieren würden - und wir haben die Bitte der UNO, Asyl zu gewähren, positiv beantwortet“, sagte der kanadische Premierminister Justin Trudeau am Freitag.

Trudeau begründete die Entscheidung vor Journalisten in der kanadischen Stadt Regina damit, dass es wichtig sei, Frauenrechte zu verteidigen. Dem Vernehmen nach soll sich die 18-Jährige bereits an Bord einer Maschine in Richtung Kanada befinden.

In Bangkok gestrandet
Al-Qunun war am Wochenende in Thailands Hauptstadt Bangkok gestrandet, nachdem sie sich während eines Besuchs in Kuwait von ihrer Familie absetzen konnte. Nach eigenen Angaben wollte sie nach Australien und dort Asyl beantragen. Sie gibt an, zu Hause misshandelt und mit dem Tod bedroht worden zu sein.

Erfolgreiche Twitter-Kampagne
Die thailändischen Behörden wollten sie ursprünglich zurückschicken, verzichteten dann aber darauf. Diese Wendung in der Causa war der jungen Frau gelungen, indem sie vom Flughafen aus eine Kampagne in eigener Sache im Kurznachrichtendienst Twitter gestartet hatte.

„Sie werden mich töten“
„Meine Familie ist sehr streng“, erklärt die 18-Jährige, in einem Video, das sie am Sonntag ins Netz stellte (siehe unten). So sei sie ein halbes Jahr lang in ihrem Zimmer eingeschlossen worden, weil sie sich die Haare habe schneiden lassen. Auch Morddrohungen habe es gegeben. Sie sei sich sicher, dass sie ins Gefängnis komme, sollte sie nach Saudi-Arabien zurückkehren. „Und ich bin mir hundertprozentig sicher, dass sie mich töten werden, sobald ich aus der Haft komme.“

Seitdem wartete sie in der Obhut des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Bangkok darauf, ein Visum aus humanitären Gründen und danach Asyl zu bekommen. Die Vereinten Nationen haben die junge Frau bereits als Flüchtling anerkannt.

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