09.01.2019 10:29 |

Abenteuerlicher Plan

Tesla-Chef will Raketenteile mit Netz auffangen

Primäres Ziel des privatem US-Raumfahrtunternehmens SpaceX ist es, mithilfe von wiederverwertbaren Raketen die Kosten für Starts ins All zu senken. Seit geraumer Zeit testet die Firma von Tech-Milliardär und Tesla-Chef Elon Musk eine abenteuerlich anmutende Technik, mit der man auch die teuren Nutzlastverkleidungen recyclen will. Mit einem auf einem Spezialschiff montierten riesigen Netz will man die teuren Hüllen auffangen. Ein kürzlich absolvierter Test (siehe Video oben) klappte aber nicht ganz …

Das Ziel von SpaceX ist es, die teuren Raketenspitzen, die beim Start die Fracht (z.B. Satelliten) schützen und rund drei Minuten nach dem Start abgesprengt werden, mit Hilfe von GPS-gestützten Lenkfallschirmen zur Erde zurückschweben zu lassen. Wo sie, mithilfe eines Spezialschiffes, an dessen Deck ein riesiges Netz aufgespannt ist, aufgefangen werden sollen. Dieses „Mr. Steven“ getaufte Schiff ist mit vier Motoren ausgestattet, die eine Leistung von 10.000 PS liefern und eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 60 Stundenkilometern ermöglichen.

Raketenspitze verfehlte Schiff ganz knapp
Der jüngste Versuch, bei dem eine Hälfte einer Raketenspitze von einem Hubschrauber abgeworfen wurde, klappte allerdings nicht ganz nach Wunsch. Die Hülle, die angeblich rund fünf bis sechs Millionen Dollar (umgerechnet 3,5 bis 4,3 Millionen Euro) kostet und damit knapp zehn Prozent des Preises einer Trägerrakete von SpaceX ausmacht, schwebte zwar wie geplant Richtung Meer, verfehlte das Riesennetz von „Mr. Steven“ aber denkbar knapp und platschte in den Pazifischen Ozean. „Der jüngster Nutzlastverkleidung-Bergungstest mit ,Mr. Steven‘. So knapp!“, twitterte SpaceX am Dienstag.

Im April 2016 war es SpaceX erstmals gelungen, eine „Falcon 9“-Rakete wieder sicher und punktgenau auf einer schwimmenden Plattform im Ozean zu landen. Mittlerweile ist die Landung von Raketenstufen an Land oder auf einer schwimmenden Plattform im Meer für das Unternehmen aber bereits Routine.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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