Erstes Aus seit 2016

Nach Hirscher-Out: Wir haben nicht nur Marcel

Wintersport
23.12.2018 08:09
Porträt von krone.at
Von krone.at

Das war eine echte Weihnachts-Überraschung: Nicht Seriensieger Marcel Hirscher und auch nicht sein ewiger Rivale Henrik Kristoffersen entschieden den Nachtslalom von Madonna di Campiglio für sich, sondern der Schweizer Außenseiter Daniel Yule. Neben ihm standen auf dem Podium aber Marco Schwarz und Michael Matt.

Nach Madonna, hatte Marcel Hirscher am Vorabend des Nachtslaloms gemeint, komme er immer besonders gerne, da habe es immer außergewöhnliche Rennen gegeben. Österreichs Rekord-Skifahrer hatte da ganz große Siege und die völlig verrückte Situation einer abstürzenden Drohne angesprochen.

Erstes Aus seit 2016
An das, was dann am Samstag passierte, wird sich der Jungpapa wohl nicht mehr so gern erinnern. Außergewöhnlich war es allemal. Denn um 19.31 Uhr sah die Ski-Welt, dass der derzeit beste Skifahrer der Welt in einem Rennen auch nach oben steigen kann. Hirscher fädelte nämlich im Finale ein - fuhr das Rennen als Trainingzu Ende: „Das mir das in der Form meines Lebens passiert, tut schon weh“, ächzte er danach.

Allein dieses Aus von Hirscher ist so selten wie Schneefall im August. Im Weltcup kam er zuletzt vor fast drei Jahren nicht in die Slalom-Wertung: Im japanischen Yuzawa Naeba am 14. Februar 2016 (1. Lauf). In einem Nicht-Weltcup-Rennen passierte dies im Februar bei Olympia in Pyeongchang (1. Lauf).

Marcel lag in Front
 In Durchgang eins war die „natürliche“ Ski-Ordnung noch gegeben: Da führte Hirscher vor Kristoffersen. Aber im Finale, in dem auch der Norweger früh ausschied, kam es zum Aufstand der neuen Generation. Erst schob sich Michael Matt mit der zweitbesten Laufzeit von Rang 13 auf das Podium, dann toppte der Schweizer Daniel Yule seine Zeit. Und schließlich fuhr auch noch Marco Schwarz, nach dem ersten Lauf Dritter, auf das Weltcup-Stockerl, wurde zum ersten Mal in seiner Karriere im Weltcup Zweiter.

Marco mag Madonna
„Eigentlich war ich enttäuscht als ich im Ziel war“, gestand Schwarz, „weil da waren Marcel und Henrik noch oben. Und die fliegen normal nie raus. Aber jetzt bin ich sehr glücklich.“ 2015 hatte Marco in Madonna den ersten Podestplatz seiner Karriere (3.) geholt.

Auch Matt strahlte über seinen ersten Stockerlplatz in Madonna: „Ich bin viel Risiko gegangen, das hätte auch in die Hose gehen können.“ Rückenprobleme hatten ihn zuvor geplagt: „Vor ein paar Tagen konnte ich kaum gehen.“

Georg Fraisl aus Madonna , Kronen Zeitung

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