13.12.2018 09:42 |

Nach Verbot

Streit um Hasch-Brownies: Jetzt Klage von Aida

Produkte mit Cannabidiol-haltigen Extrakten, kurz CBD, sind per Erlass des Gesundheitsministeriums ab sofort verboten. Doch auch die Konditorei Aida war auf den Cannabis-Trend-Zug aufgesprungen und hatte ihren Kunden sogenannte Hanf-Brownies kredenzt - mit einschlagendem Erfolg bei Naschkatzen aus Nah und Fern. Mit dem Verbot verschwinden nun auch im Traditions-Café die CBD-haltigen Leckereien aus der Verkaufstheke. Man wolle sich an das Verbot halten, heißt es - eine Klage wird trotzdem angedacht.

Wie Unternehmenssprecher Stefan Ratzenberger kürzlich gegenüber der „Krone“ erklärt hatte, habe es gerade am Anfang einen „regelrechten Hype“ um die Cannabis-Kuchen gegeben. Und auch danach sei der Verkauf weiter gut gelaufen. Doch mit dem Verbot ist mit dem Verkauf der Hanf-Brownies - CBD soll eine beruhigende, entkrampfende und entzündungshemmende Wirkung besitzen - zumindest vorerst Schluss. „Eben erhielten wir den neuen CBD-Erlass aus dem Gesundheitsministerium. Wir werden diesen zur rechtlichen Prüfung weiterleiten und stellen mit heute Mitternacht den Verkauf von CBD-Produkten ein“, so das Traditions-Café am Mittwoch via Instagram.

Zweifel bei CBD-Verkaufsverbot
Denn die CBD-haltigen Extrakte fallen laut dem Gesundheitsministerium unter die sogenannte Novel-Food-Verordnung, dürfen daher nicht in Verkehr gebracht werden, wie das Ministerium informierte. Doch das wird unter anderem vom Wiener Toxikologen Rainer Schmid stark bezweifelt: „Das wäre nur der Fall, wenn mehr als 0,3 Prozent THC auch noch enthalten wären.“ Zudem sei CBD - im Gegensatz zu THC - nicht psychoaktiv wirksam.

Nicht zuletzt aus diesem Grund lässt sich Aida nun die Möglichkeit offen, Klage gegen den Erlass des Gesundheitsministeriums einzubringen. Am Mittwoch brachten zudem auch die NEOS eine parlamentarische Anfrage zum CBD-Erlass ein.

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