Mo, 10. Dezember 2018

Videos zeigen Gewalt

05.12.2018 12:44

Brutale Prügeleien von Polizei und „Gelbwesten“

Am Wochenende haben in Paris die brutalsten Ausschreitungen seit Jahren stattgefunden - Bilder der Zerstörungen gingen um die Welt. Nun kommen immer mehr Videos an die Öffentlichkeit, die brutale Prügeleien zwischen den Einsatzkräften und den Randalierern unter den „Gelbwesten“ zeigen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gab dem Druck der Proteste am Dienstag nach, das Hoffen auf ein Einlenken der Protestierenden dürfte sich trotzdem nicht erfüllen. Weitere Demonstrationen wurden angekündigt, die Sorge vor der nächsten Eskalation steigt.

Weder die „Gelbwesten“ noch die Polizisten gingen zimperlich mit der Gegenseite um. Immer wieder kam es zu brutalen Prügeleien zwischen Exekutive und Demonstranten. Die Nerven lagen auf beiden Seiten blank: Einerseits wurden einzelne Beamte aus den geschlossenen Reihen gezogen und von mehreren Demonstranten geschlagen und getreten, andererseits hatten die Polizisten kaum Hemmungen, ihre Schlagstöcke einzusetzen.

„Gelbwesten“ geben sich mit Macrons Einlenken nicht zufrieden
Macron gab dem Druck der Demonstrationen zwar nach und legte seine Steuerpläne - zumindest vorerst - auf Eis, die „Gelbwesten“ geben sich damit jedoch nicht zufrieden. Sie fordern den Rücktritt des französischen Staatschefs und kündigen weitere Proteste an. Bleibt zu hoffen, dass es in den nächsten Wochen nicht zu noch schlimmeren Eskalationen der Gewalt kommt und sich die Bilder vom vergangenen Wochenende nicht wiederholen.

Video: Riesenschäden nach den Krawallen

65.000 Sicherheitskräfte am kommenden Wochenende im Einsatz
Nach den schweren Ausschreitungen stockt Frankreich seine Polizeikräfte jedenfalls ordentlich auf. Innenminister Christophe Castaner kündigte am Dienstag in Paris die Mobilisierung von landesweit mehr als 65.000 Sicherheitskräften für den kommenden Samstag an. Am vergangenen Wochenende - an dem es Hunderte Festnahmen und Verletzte gab - waren in Paris knapp 5000 Polizisten im Einsatz. Es war der dritte Samstag in Folge, an denen die „Gelbwesten“ protestierten.

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