Hauptversammlung

Rapid: Krammers Kampfsansage und der Fan-Frust

Rapids Präsident Michael Krammer wird 2019 nicht mehr in Hütteldorf kandidieren. Die Zukunft von Sportchef Fredy Bickel ist offen: „Wir haben das gemeinsam verbrochen.“ Nach offiziellem Teil bei der Hauptversammlung am Montagabend entlud sich indes der Fan-Frust …

„Wir sind durch die Krebserkrankung meiner Frau durch eine harte Prüfung gegangen. Ich habe ihr versprochen, dass ich nur zwei Amtsperioden Rapid-Präsident bin. Dieses Versprechen werde ich einhalten.“

„Raus aus der Sch...gasse“
Zum Abschluss seiner 30-minütigen Rede kündigte Michael Krammer gestern das Ende seiner Ära an. Der 58-Jährige, der 2013 Grün-Weiß übernahm, wird 2019 nicht mehr kandidieren. Aber er versprach: „Ich werde alles dafür tun, dass wir aus dieser Scheißgasse wieder herauskommen.“ Zuvor hatte Krammer die wirtschaftlichen Erfolgszahlen präsentiert, er versprach dem Trainer die volle Unterstützung und kündigte im Winter „Maßnahmen an, die alles betreffen können“.

Weil Kühbauer, laut Krammer, das Problem erkannt hat: „Wir haben hervorragende Fußballer, aber wir sind nicht Rapid. Wir haben keinen Plan B, um mit Kampf und Wille auch Lösungen zu finden.“

„Wahlkampf“ beginnt
Weshalb Fredy Bickel von den rund 1000 Mitgliedern auch der schärfste Wind entgegen blies. Denn die kamen, als der offizielle Teil, die Inszenierung vorbei, die Mannschaft gegangen war, zu Wort. Und da flogen verbal die Fetzen, wurde viel Frust abgeladen. Der Sportchef gab zu, dass ihm bislang bei den Transfers finanziell die Hände gebunden waren, er daher „ins Risiko ging. Aber das haben wir gemeinsam verbrochen, nur zusammen kommen wir da raus.“

Ob Bickel über den Sommer hinaus bei Rapid bleibt, ließ er offen, er will sich erst zum Ende des Grunddurchgangs im Frühjahr festlegen.

Zumal jetzt auch in Hütteldorf der „Wahlkampf“ beginnt. Ein Jahr bleibt Zeit, um einen neuen Präsidenten zu finden. Da gelten Casinos-Chef Dietmar Hoscher und der designierte burgenländische Landeschef Hans Peter Doskozil vorerst als inoffizielle Kandidaten.

Fixiert wurde das Trainingszentrum beim Happel-Oval. Das Projekt wird Rapid rund 25 Millionen Euro kosten, wird in Etappen realisiert.

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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