20.11.2018 10:12 |

US-Behörden alarmiert

Steht gewaltsamer Grenzdurchbruch bevor?

Die Stimmung in der nordmexikanischen Grenzstadt Tijuana kippt zunehmend. Nach ersten Protesten der örtlichen Bevölkerung gegen die aus ihrer Sicht nicht enden wollende „Invasion“ (siehe Video oben) stehen nun die US-Grenzschutzbehörden in Alarmbereitschaft. Seit Tagen werden Grenzübergänge mit zusätzlichen Barrieren und Stacheldrahtrollen gesichert. Die Zahl der Soldaten wurde erhöht. Nun will die Grenzschutzbehörde in San Diego Hinweise erhalten haben, wonach sich „Migranten zusammentun, um illegal den Grenzübergang zu durchbrechen“.

„Die Beamten installierten Begrenzungen, die verhindern, dass sich größere Gruppen nähern und den Grenzübergang durchbrechen“, hieß es in einer Mitteilung. Laut einem Bericht der Zeitschrift „Politico“ haben die „Ingenieure der US-Armee rund 75 Prozent der geplanten Barrieren aufgestellt“. General Jeffrey Buchanan, der zuständige Kommandant der US-Armee, sagte, die Logistik-Einheiten sollten „bis Weihnachten wieder bei ihren Familien sein“. Zurückbleiben sollen Hubschrauberpiloten und schnelle Eingreiftrupps zur Unterstützung der Grenzpolizei, sollte es punktuell zu akuten Problemen an der Grenze zu Mexiko kommen.

„Karawane“ von Guatemala nach Mexiko
Tausende Migranten aus Honduras, El Salvador und Guatemala kamen in den vergangenen Tagen nach Tijuana. Sie fliehen vor dem Elend und der Gewalt in ihren Heimatländern und wollen in den USA um Asyl bitten. Während die sogenannte Karawane von Guatemala nach Mexiko gezogen war, hatten einige Migranten bereits mit Gewalt die Grenzsicherungen durchbrochen.

„Der Grenzschutz wird die unerlaubte Einreise von Personen nicht zulassen“, sagte der zuständige Grenzschutzchef in San Diego, Pete Flores. „Wir können nicht warten, bis sich die Leute zusammenrotten, um illegal die Grenze zu überqueren. Wir müssen uns vorbereiten.“

Asylverschärfung vorerst von Gericht gestoppt
Unterdessen erlitt US-Präsident Donald Trump bei seinen Plänen zur Verschärfung des Asylrechts einen Rückschlag. Ein Bezirksrichter in San Francisco stoppte am Montag vorübergehend mit einer einstweiligen Verfügung den von Trump Anfang November angekündigten Asyl-Erlass. Damit sollten Menschen, die illegal die Grenze überqueren, keinen Asylantrag stellen können.

Gabor Agardi
Gabor Agardi
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