Do, 21. Februar 2019
16.11.2018 10:07

Causa Gruevski

Ex-Premier floh als „ungarischer Diplomat“

Auch wenn die ungarische Regierung abstreitet, dass sie bei der Flucht des verurteilten Ex-Premiers von Mazedonien mitgeholfen hat, gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass die illegale Ausreise Nikola Gruevskis - sein Reisepass ist von den Behörden eingezogen worden - ungarische Unterstützer gehabt hat. Angaben der albanischen Polizei zufolge war der verurteilte nationalkonservative Politiker auf seinem Weg Richtung Ungarn teilweise in einem Auto der ungarischen Botschaft unterwegs gewesen.

Die albanische Polizei teilte am Donnerstag mit, dass Gruevski im Diplomatenfahrzeug mit dem Kennzeichen CD 1013A, welches auf die ungarische Botschaft in Tirana registriert ist, am Sonntag über einen Grenzübergang von Albanien nach Montenegro gefahren sei. Wie der flüchtige Politiker von Mazedonien nach Albanien und später von Montenegro nach Ungarn gelangte, ist hingegen weiter unklar.

„Flucht erinnert an Spionagefilm“
Die montenegrinische Polizei hat allerdings ebenfalls bestätigt, dass Gruevski am Sonntag in Montenegro eingereist und noch am selben Tag wieder ausgereist sei. Weitere Details wurden nicht bekannt gegeben. Allerdings meldete das Internetportal „Deutsche Welle“ am Freitag, dass die ungarischen Vertretungen in Albanien, Montenegro und sogar Serbien Gruevskis Flucht, die „an einen Spionagefilm erinnert“, unterstützt hätten. Laut Nachrichtenportal reiste der ehemalige Premier also über Serbien nach Ungarn ein.

Gruevski, der zu Wochenbeginn eigentlich eine zweijährige Haftstrafe wegen Korruption antreten sollte, hatte am Dienstag über seine Facebook-Seite mitgeteilt, dass er in Budapest sei und dort einen Asylantrag gestellt habe. Die ungarische Regierung hat dies inzwischen bestätigt, allerdings betont, dass die Entscheidung, ob der Mazedonier politisches Asyl erhält, einzig und allein „auf juristischer Grundlage“ fallen werde.

Gabor Agardi
Gabor Agardi

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
PSG-Star im Klub-Fokus
Neymar muss für Spezialtherapie nach Brasilien
Fußball International
Gegen das Artensterben
„Krötentaxis“ werden wieder gesucht
Tierecke
Opernball-Talk
Lugner plaudert über One-Night-Stands in der Loge
Video Stars & Society
krone.at-Sportstudio
Schreckmoment bei der WM ++ Arnautovic führt
Video Show Sport-Studio
Es wirkt!
Die meistverkaufte ...
Adabei
Kühbauer vor Inter-Hit
„Unser Aufstieg wäre für mich kein Wunder“
Fußball International
Schon wieder
Einbrecher räumen während CL-Hit Manes Haus leer
Fußball International
Titel-Ansage im Video
Arroganz-Anfall! Ronaldo verspottet Atletico
Fußball International
Abendessen in Brüssel
Kurz trifft Trump - und Strache Marine Le Pen
Österreich
Sexy Dessous-Shooting
Heidis Models als sündige Sennerinnen auf der Alm
Video Stars & Society

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.