Mo, 19. November 2018

Armstrong-Biografie

07.11.2018 13:59

„Aufbruch zum Mond“: Ryan Gosling als „First Man“

Nach dem Musicalerfolg „La La Land“ 2016 bringt das Duo aus Jungfilmer Damien Chazelle und Leinwandliebling Ryan Gosling mit „Aufbruch zum Mond“ (Kinostart: 8. November) nun eine klaustrophobische Biografie auf die Leinwand: „First Man“, so der Originaltitel, ist das Porträt von Neil Armstrong, der 1969 als erster Mensch den Mond betrat.

Chazelle fokussiert vor allem auf die Person des Ingenieurs Neil Armstrong (Gosling), der zu Beginn der 1960er-Jahre noch als Testpilot für Flugzeuge arbeitet, während seine Frau Janet (Claire Foy) mit den beiden Kindern Rick (Gavin Warren) und Karen (Lucy Stafford) die liebende Familie im Hintergrund bildet. Als Tochter Karen jedoch an einem Tumor stirbt, bricht für Armstrong die Welt zusammen.

Und so entscheidet er sich, die Welt zu verlassen und sich für das Mondprogramm der NASA zu bewerben. Die verbliebene Familie zieht nach Houston, wo Armstrong die Ausbildung zum Raumfahrer durchläuft - ein Programm, das immer wieder von Rückschlägen und Todesfällen unter den Kollegen gekennzeichnet ist.

Dessen ungeachtet macht sich Armstrong 1969 an der Seite seiner Kollegen Buzz Aldrin (Corey Stoll) und Mike Collins (Lukas Haas) mit der Apollo-11-Mission auf den Weg zum Mond. Und es wird deutlich: So klein war der Schritt für diesen Menschen gar nicht.

Mit einer Laufzeit von zweieinhalb Stunden verlangt Regisseur Chazelle dem Kinozuschauer eine Menge Sitzfleisch ab. Dennoch: Kurzweiliger kann man die komplexe Geschichte eines Mannes und einer Mission nicht auf die Leinwand bringen. Mit erfrischend wenig Pathos skizziert der Filmemacher die vielen kleinen Schritte, die zum schlussendlich größten Schritt der Menschheitsgeschichte führten.

Mit welcher Wucht Ryan Gosling den nach dem Tod seiner Tochter gebrochenen Mann spielt, der trotz oder gerade wegen dieses Schicksalsschlags neue Kraft schöpft, ist schon beeindruckend. Eine Oscar-Nominierung ist wohl nur Formsache - und das völlig zurecht.

AG/red

Ingemar Pardatscher
Ingemar Pardatscher

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