Zeitmangel als Problem

Studie zeigt: Ehrenamt scheitert oft am Stress

Die gute Nachricht zuerst: Mehr als jeder zweite Oberösterreicher engagiert sich ehrenamtlich. Weitere 190.000 Landsleute würden gerne, können aber nicht - Haupthinderungsgrund für ein Engagement in Vereinen ist der Zeitmangel, sprich Stress. Neun von zehn Oberösterreichern erachten das Ehrenamt für sehr wichtig.

„Ehrenamtliche bereichern Oberösterreich und machen vieles möglich. Wir sehen, dass etwa 190.000 Landsleute größeres Interesse haben, sich zu engagieren, aber noch keinen Anknüpfungspunkt gefunden haben“, erklärte Landeshauptmann Thomas Stelzer bei der Präsentation der IMAS-Studie, die der ÖVP-Landtagsklub in Auftrag gegeben hat. 89 Prozent erachten es als sehr wichtig, dass es Leute gibt, die freiwillig unbezahlte Arbeit leisten. Angesichts der Überalterung unserer Gesellschaft ist auch allen klar, dass ehrenamtliche Tätigkeiten immer wichtiger werden. Dazu passt, dass sich mehr als die Hälfte der Bevölkerung engagiert.

Zeitmangel als Hauptgrund
„Haupthinderungsgrund, ein Ehrenamt anzunehmen, ist vor allem Zeitmangel, sowohl aus beruflichen als auch familiären Gründen“, so Paul Eiselsberg vom IMAS. „Das Ehrenamt ist von unbezahlbarem Wert. Demokratie wird von ihm getragen. Auch die Politik lebt vom freiwilligen Engagement“, sagt ÖVP-Klubobfrau Helena Kirchmayr.  Bei der morgigen Sitzung wird sich der Landtag auf VP-Antrag in einer aktuellen Stunde dem Ehrenamt widmen.

Bundesweites Ehrenamtsgütesiegel gefordert
Die Landes-ÖVP fordert auch, unterstützt von der FPÖ, die Einführung eines bundesweiten Ehrenamtsgütesiegels. Allerdings gibt es bereits ein derartiges Angebot, das von SPÖ-Seite ausgetüftelt wurde - nämlich den Freiwilligenpass.

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