Di, 13. November 2018

Spitzenreiter Wien

04.11.2018 06:00

Schulschwänzer im Visier: Schon 247 Anzeigen

Das Unterrichtsministerium hat eine härtere Gangart gegen Schulschwänzer eingelegt, Direktoren können nun schneller und strenger eingreifen. Jetzt gibt es eine erste Bilanz: Seit Schulbeginn hagelte es heuer bereits 247 Anzeigen, die meisten in Wien. Es drohen Strafen in der Höhe bis zu 440 Euro.

Früher gab es einen aufwendigen fünfteiligen Stufenplan mit langwierigen Gesprächen mit Eltern, Direktor, Schulpsychologen und anderen. Das Vorgehen wurde nun vereinfacht und beschleunigt, die Schonfrist von fünf auf drei unentschuldigte und ungerechtfertigte Fehltage herabgesetzt.

Dennoch würden es sich die Direktoren auch jetzt nicht leicht machen, wird im Bildungsministerium betont. Bevor es tatsächlich zu einer Anzeige kommt, werde stets versucht, mit der betroffenen Familie Kontakt aufzunehmen. Erst wenn dies nicht funktioniert, muss der Schulleiter eine entsprechende Meldung machen.

Mehr als die Hälfte aller Anzeigen in Wien
Seit dem Schulbeginn im September wurden bereits 247 Fälle zur Anzeige gebracht, 148 davon in Wien. In Oberösterreich wurde gegen 30 Schulschwänzer vorgegangen, in Salzburg gegen 17, in der Steiermark gegen 19 und in Tirol gegen 24. Aus Kärnten liegen neun Meldungen vor.

Zu mehr Disziplin sollen die verschärften Strafen erziehen: Die jeweilige Bezirksverwaltungsbehörde kann eine Geldstrafe in der Höhe von bis zu 440 Euro  verhängen.

Doris Vettermann, Kronen Zeitung

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